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Baden-Württemberg. Die vier Staatlichen
Fachstellen für das öffentliche Bibliothekswesen
in Freiburg, Karlsruhe, Reutlingen und Stuttgart haben die
16. Ausgabe ihrer alle zwei Jahre erscheinenden Broschüre »Öffentliche
Bibliotheken in Baden-Württemberg · Berichte, Informationen,
Neue Bibliotheken« vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen 33 Bibliotheken,
die im Berichtszeitraum 1999 bis 2001 neu gebaut oder erweitert
worden sind.
Bamberg. Am 18. Juni ist die Stadtbücherei
in ihrem neuen Domizil (Nachricht in BuB Heft 4/2002) im Deutschen
Haus eröffnet worden. Adresse: Obere Königstraße 4a,
96052 Bamberg; Telefon 09 51/9 81 19-0, Telefax 9 81 19-11, E-Mail
info@stadtbuecherei-bamberg.de,
Internet www.stadtbuecherei-bamberg.de
Berlin. Seit Mai steht der Web-Opac
des Deutschen Musikarchivs unter der Adresse Der Deutschen Bibliothek,
www.ddb.de, als
Pilotversion im Netz. Damit werden die Bestände des Deutschen
Musikarchivs seit 1984 mit über 260 000 Tonträgern
und 125 000 Noten tagesaktuell erschlossen.
Berlin / Leipzig. Erich Loest wird in
diesem Jahr mit der Karl-Preusker-Medaille der Deutschen Literaturkonferenz
ausgezeichnet, »weil er sich besonders aktiv für den
Erhalt und die Ausstattung der sächsischen Öffentlichen
Bibliotheken engagiert hat«. Die Verleihung erfolgt am 24.
Oktober, dem »Tag der Bibliotheken«, in der Leipziger
Stadtbibliothek.
Bremen. Die Stadtbibliothek hat Mitte
Mai mit zahlreichen Sonderveranstaltungen und einer mehrtägigen
Ausstellung ihren hundertjährigen Geburtstag begangen. Trotz
gravierender finanzieller Probleme kann sie doch optimistisch in
die Zukunft blicken: Voraussichtlich in zwei Jahren wird die Zentralbibliothek
ihr neues Domizil im alten Polizeihaus, einem beeindruckenden Gründerzeitbau
aus dem Jahre 1908, eröffnen können.
Frankfurt am Main. »Einer ungewissen
Zukunft sieht die traditionsreiche Frankfurter Stadtbücherei
mit ihren neunzehn Dependancen entgegen«, heißt es der
»Frankfurter Rundschau« vom 11. Mai. »Die Reformkommission
des Magistrats hat aus Kostengründen eine Organisationsuntersuchung
verfügt (
) Am Ende kann die Schließung von kleinen
Stadtteilbibliotheken (
) stehen.«
Hamburg. Dr. Hanno Jochimsen ist am
15. Juni im Alter von 71 Jahren verstorben. Er leitete die Stiftung
Hamburger Öffentliche Bücherhallen von 1990 bis 95.
Eine Würdigung findet sich in BuB Heft 10/1995, Seite 930 f.
Konstanz. Die »24-Stunden-Bibliothek«
der Uni (BuB Heft 4/2001, Seite 215) hat sich bewährt und wird
im Wesentlichen beibehalten lediglich während der schwachen
Monate August und September wird die UB bereits um 23 Uhr schließen.
Im Probejahr hat der Besucherschnitt nächtens bei 71 gelegen,
der Spitzenwert betrug 190.
Lübeck. Die Stadtbibliothek konnte
Anfang Mai den historischen Scharbausaal feierlich wiedereröffnen,
in dem die Bibliothek im Jahr 1616 gegründet worden war. Nach
mehrjähriger, aufwendiger Sanierung ist damit ein weiteres
Kleinod entstanden, das künftig nicht nur als Magazin für
wertvolle Bücher, sondern auch als attraktiver Veranstaltungsort
dienen wird. (Ausführlicher Bericht ist vorgesehen.)
Mettmann. Alle zehn städtischen
Bibliotheken des Kreises Mettmann, der sich etwa von Köln bis
zum Ruhrgebiet erstreckt, haben den gemeinsamen Online-Katalog www.bibnet.de
ins Netz gestellt.
München. Vom 26. September bis 20.
November des Jahres präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek
im Fürstensaal ihren »Giftschrank Erotik, Sexualwissenschaft,
Politik und Literatur aus der Sammlung Remota«.
Erstmals werden in Auswahl jene Bestände der Bibliothek gezeigt,
die seit dem 19. Jahrhundert aus moralischen oder politischen Gründen
dem Publikum nur mit Vorbehalten zugänglich gemacht wurden:
ein kulturgeschichtlich höchst interessanter Einblick. Der
Katalog wird die Thematik auch in umfassenden Essays behandeln.
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis
19 Uhr, feiertags geschlossen; Katalog etwa 14 Euro.
Oberursel. Die Stadtbücherei hat
den diesjährigen Hessischen Bibliothekspreis errungen. Sie
erhielt die von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
ausgelobte und mit zehntausend Euro dotierte Auszeichnung nicht
nur für vorbildliche Leistungen in Angebot und Service, sondern
insbesondere für die nachahmenswerte Verbindung der Kinderbücherei
und des kommunalen Kinderbüros in ihrem Hause.
Springe, Deister. Die Stadtbibliothek
hat eine neue Rufnummer. Komplette Adresse: Hinter der Burg 3a,
31832 Springe, Telefon 0 50 41/77 03 05, Telefax 6 29 53; E-Mail
info@stabi-springe.de,
Internet www.stabi-springe.de
Stockholm. Zur 750-Jahrfeier haben sich
das schwedische Autorenzentrum und die Stadt Stockholm etwas Besonderes
einfallen lassen. Nach einer amerikanischen Idee sollen alle Stockholmer
im Herbst zum 750-jährigen Stadtjubiläum dasselbe Buch
lesen, Buchzirkel gründen und sich über das Gelesene austauschen.
Hundert schwedische Autoren haben den Klassiker »Doktor Glas«
von Hjalmar Söderberg zum Buch des Jahres 2002 gewählt
einen Tagebuchroman über einen schüchternen Arzt,
der den Mann einer Patientin umbringt. Ausgewählt wurde der
Roman, weil Söderberg wunderbar über Moral und Unmoral
schreibt und seine geschilderten Personen in dem vor fast hundert
Jahren veröffentlichten Buch viele Gemeinsamkeiten mit den
heutigen Stockholmern haben. Der Titel ist bei Bonnier (deutsche
Übersetzung bei Rowohlt) erschienen und wird jetzt in einer
Auflage von vier- bis fünftausend Exemplaren in einer Taschenbuchausgabe
für Schulen und Bibliotheken gedruckt. Für die Allgemeinheit
wird es keine Taschenbuchausgabe geben. Der Hauptgrund für
diese Aktion ist, die Menschen zum Lesen zu motivieren; falls sie
erfolgreich ist, soll sie jährlich wiederholt werden. (H.B.)
Wiesbaden. Dieter Wolf (61), seit 1990
Direktor der Hessischen Landesbibliothek, ist im Juni in den Ruhestand
getreten.
Wilhelmshaven. Seit Mai ist der Katalog
der Stadtbücherei über www.stadtbuecherei-wilhelmshaven.de
abrufbar. Über den neuen »Web-Katalog« kann nach
allen Medien der Bibliothek sowie nach deren Ausleihstatus recherchiert
werden. Finanziert wurde der Katalog durch den Verein »Information
für alle eV« sowie durch ein Sponsoring der Wilhelmshavener
Firma »ITS Consulting GmbH«.
Zittau. Die Christian-Weise-Bibliothek
ist von der Bahnhofstraße in den historischen Marstall umgezogen,
wo sie am 23. April dem Tag des Buches ihre Türen
fürs Publikum öffnen konnte. In dem 53 Meter langen und
25 Meter breiten, 1511 als Salzspeicher (Abbildung) entstandenen
Schmuckstück stehen der Bibliothek anderthalbtausend Quadratmeter
auf zwei der insgesamt acht Etagen zur Verfügung.
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