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Bestand kräftig vergrößert
Berlin. Die Staatsbibliothek konnte – im Vergleich zu den Vorjahren – ihre Bestandsergänzungen 2007 in vielen Sammlungsbereichen beträchtlich steigern. Aus den weltweiten Novitäten der Buchproduktion beschaffte sie mit 85 000 Büchern beinahe 10 000 mehr als 2006. Ihre historischen Buchbestände ergänzte sie auf dem Antiquariatsmarkt mit 6 000 Büchern, 2006 waren es gut 4 000. Auch die Sondersammlungen der wie Handschriften, Autografe, Nachlässe, Einblattdrucke, Musiknoten und Karten sind durch herausragende Erwerbungen sowohl quantitativ wie auch qualitativ stärker als in den Vorjahren ergänzt worden. Die elektronischen Publikationen wachsen im Bestand seit Jahren kontinuierlich mit hohen Steigerungsraten; im Jahr 2007 hat die Zahl der von der Bibliothek abgeschlossenen Lizenzen für den Online-Zugriff auf elektronische Ressourcen mit rund 13 000 erstmals deutlich die Zehntausender-Marke überstiegen.
Jahrestag der
politischen Lüge
Berlin. Zum dritten Mal ruft die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik Kulturinstitutionen, Radiostationen, Theater und interessierte Personen zu einer weltweiten Lesung am 20. März, dem »Jahrestag der politischen Lüge«, auf. Es soll der Essay des chinesischen Schriftstellers Lu Xun (1881–1936) »Ich erinnere mich, um zu vergessen« gelesen werden. Gerade vor den Olympischen Spielen (8. bis 24. August 2008 in Peking), so die Veranstalter, sei es sinnvoll, auf die Zensur, das verordnete Schweigen zu Themen der jüngeren Geschichte Chinas, auf die enorm hohe Zahl von Todesurteilen, auf Tibet, die Zusammenarbeit mit dem Regime im Sudan und nicht zuletzt auf die Gefängnisstrafen für Bürgerrechtler hinzuweisen. Anmeldungen für eine Lesung am »3. Jahrestag der politischen Lüge« am 20. März 2008 können an info@peterweissstiftung.de gesendet werden. Dort ist auch der Text erhältlich.
Mathematik im Fokus
Berlin. Seit 2000 veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) die Wissenschaftsjahre. Das Wissenschaftsjahr 2008 ist der Mathematik gewidmet. Die Faszination für dieses Fach soll in der Öffentlichkeit geweckt und eine spannende, vielfältige Disziplin gezeigt werden. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen ermutigt werden, einen neuen Zugang zu dem Fach zu finden. Weitere Informationen unter www.jahr-der-mathematik.de.
Newsletter
zu Bibliothek 2.0
Berlin. Ab sofort erscheint mehrmals im Jahr der »Bibliothek 2.0«-Newsletter als PDF-Version: www.bibliothek2null.de/wp-content/uploads/2008/01/bibliothek-2-januar.pdf. Er fasst Trends zusammen und weist auf Publikationen in allen denkbaren Formen (Video, Podcast, Blog-Eintrag, Bücher) hin. Zu der Zielgruppe gehören alle, die meinen, nicht genug Zeit zu haben, um Blogs regelmäßig verfolgen zu können, aber über aktuelle Themen aus dem Bereich Web 2.0 und Bibliotheken informiert sein möchten. Der Herausgeber des Newsletters, Patrick Danowski, ist wissenschaftlicher Angestellter der Staatsbibliothek zu Berlin und Autor des Weblogs »Bibliothek 2.0 und
mehr«.
Vorbereitung auf
Erstkommunion
Bonn. 70 Bücher und religiöse Geschenkartikel hat der Borromäusverein für die Vorbereitungszeit der Erstkommunion zusammengestellt. Diese Sammlung wird Büchereien und Pfarrgemeinden seit Anfang des Jahres als Ausstellung angeboten. In der Regel präsentieren Katholische Öffentliche Büchereien (KÖB) die Medienauswahl in Form einer Verkaufsausstellung. Auch von Gemeinden ohne KÖB kann die Ausstellung gezeigt werden. Dazu gehört auch eine aktuelle Arbeitshilfe des Borromäusvereins für Katecheten, Seelsorger und Büchereimitarbeiter. Sie zeigt, wie Literatur einen Beitrag zur religiösen Erziehung, zur Vor- und Nachbereitung des Festtages leisten kann. Zusammen mit dem Überblick über die ausgewählten Medientitel steht die Arbeitshilfe zum kostenlosen Download bereit unter www.borro.de/enid/Ausstellungen_ai.html.
Günther Pflug gestorben
Frankfurt am Main. Prof. Dr. Günther Pflug, von 1976 bis 1988 Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, ist am 5. Januar im Alter von 84 Jahren verstorben. Der Mathematiker und Philosoph Pflug wurde 1976 Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main, nachdem er zuvor die Universitätsbibliothek in Bochum und das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen geleitet hatte. In seine Frankfurter Zeit fällt der Übergang auf PC-Technologie sowie die Entwicklung der CD-ROM-Ausgaben der damaligen Deutschen Bibliografie. Ebenfalls unter seiner Führung wurden die entscheidenden Weichen für den Frankfurter Bibliotheksneubau gestellt, der 1997 feierlich eingeweiht wurde. Als Honorarprofessor lehrte Pflug an den Universitäten Bochum und Frankfurt am Main Philosophie. Günther Pflug ist mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Bibliothekswesen, zur Philosophie und zur Geistesgeschichte hervorgetreten; bis zuletzt war der passionierte Opernliebhaber Mitarbeiter am »Lexikon des gesamten Buchwesens«.
Studie zur
Generation Google
London (Großbritannien). Eine aktuelle Studie des britischen Forschungsinstituts »Joint Information Systems Committee« kommt zu interessanten Ergebnissen. Die sogenannte Generation Google (geboren nach 1993) sei zwar fit am Computer, aber keineswegs fit in Sachen Informationsbeschaffung. Als Hauptprobleme haben die Wissenschaftler ausgemacht: Junge Menschen hätten keine guten Suchstrategien, um Informationen zu finden. Sie fänden zwar schnell Daten im Internet, aber könnten deren Relevanz nicht beurteilen. Außerdem verstünden sie nicht, was das Internet eigentlich sei, nämlich ein riesiges Netzwerk mit vielen unterschiedlichen Informationslieferanten. Die kompletten Ergebnisse sind nachzulesen unter: www.jisc.ac.uk/media/do
cuments/programmes/reppres/
gg_final_keynote_11012008.pdf..
Fantastische Welten
Mainz. Zum Welttag des Buches am 23. April bietet die Stiftung Lesen auch in diesem Jahr wieder Materialien für Bibliotheken an. Bibliotheken haben die Möglichkeit, bei der Stiftung Lesen Welttags-Aktions-Pakete zu bestellen. Diese beinhalten jeweils 20 Exemplare des Taschenbuches »Ich schenk dir eine Geschichte«, das dazugehörige Unterrichtsmaterial, ein Plakat sowie Tipps und Ideen für Bibliotheksaktionen rund um den Welttag des Buches. In diesem Jahr steht das Buch unter dem Motto »Reisen in fantastische Welten«. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: www.stiftunglesen.de/welttag/default.aspx.
Gedichtwettbewerb
München. Die Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte schreibt zum 11. Mal einen Gedichtwettbewerb aus. Den Teilnehmern, die Gedichte zu einem Thema eigener Wahl einreichen können, winken Preise im
Wert von 6 000 Euro. Die Teilnahmebedingungen sowie das Teilnahmeformular finden Interessierte unter www.gedichte-bibliothek.de.
Andreas Bode in
Ruhestand
München. Ende 2007 hat sich Andreas Bode, Leiter der bibliothekarischen Dienste der Internationalen Jugendbibliothek, in den Ruhestand verabschiedet. In seinem fast 25 Jahre währenden Engagement für die weltweit größte Spezialbibliothek ihrer Art hat er sich insbesondere um die historische Kinder- und Jugendliteratur, die Geschichte der internationalen Kinderbuchillustration und die Vermittlung skandinavischer Kinder- und Jugendbücher verdient gemacht. Seine Nachfolgerin ist Jutta Reusch, die bisher den Bereich der Erschließung der Autografenbestände und Neuerwerbungen des Deutschen Literaturarchivs Marbach geleitet hat.
Einigung erzielt
München. Die Max-Planck-Gesellschaft und der Springer Verlag haben sich nun doch noch darauf verständigt, den Wissenschaftlern aller Max-Planck-Institute und Forschungsgruppen den Zugriff auf sämtliche Inhalte der Onlineplattform SpringerLink zu ermöglichen (siehe dazu auch BuB Heft 1/08, Seite 7). Die Vereinbarung umfasst auch Open ChoiceTM, das Open Access Modell von Springer, das für sämtliche Autoren gilt, die Max-Planck-Instituten angehören. Das Open ChoiceTM Programm ermöglicht den vollständigen, sofortigen und weltweit kostenfreien Zugriff (Open Access) auf alle Artikel, die nach sorgfältigem Begutachtungsprozess zur Veröffentlichung in Springer-Zeitschriften angenommen werden. Die neue Vereinbarung beruht auf einer Verknüpfung des Subskriptionsmodells mit Open Access. Eine zweijährige Pilotphase soll klären, ob dieses Konzept ein tragfähiges Geschäftsmodell für das wissenschaftliche Publizieren ist.
Untersuchung abgeschlossen
München/Eichstätt. Die Bayerische Staatsbibliothek hat ihre Untersuchung der Vorgänge an der Universitätsbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt abgeschlossen. Als Fachbehörde für das Bibliothekswesen in Bayern wurde sie vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit der Untersuchung der Anfang 2007 erhobenen Vorwürfe beauftragt, die Universitätsbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt habe wertvolle Bücher aus dem Bestand der 1999 übernommenen Zentralbibliothek der Kapuziner aus
Altötting entsorgt und damit massenweise Kulturgut vernichtet. Kernpunkte der Untersuchung waren die Aufklärung des Sachverhalts und eine sich daran anschließende bibliotheksfachliche Bewertung. Die Tatsachenermittlung erfolgte primär anhand eines umfangreichen Fragenkatalogs für die Mitarbeiter, die mit der Übernahme der Kapuzinerbestände befasst waren, und einem Ortstermin. Nach Auswertung aller vorliegenden Informationen kam die Bayerische Staatsbibliothek zu folgendem Ergebnis: »Der Vorwurf der massenweisen Vernichtung wertvoller Bücher aus dem Kapuzinerbestand kann nicht bestätigt werden, aber es liegen einige klärungsbedürftige Sachverhalte vor.« Wie die Staatsanwaltschaft Ingolstadt bereits mitteilte, wurde wegen Untreue in fünf Fällen Anklage beim Landgericht Ingolstadt erhoben.
Mehr zum Thema »Ehrenamt«
Reutlingen. Das BuB-Schwerpunktthema »Ehrenamt« in der Februarausgabe ist auf große Resonanz gestoßen. Weitere Informationen zum Thema (vom Versicherungsschutz für Ehrenamtliche bis zu praktischen Beispielen aus unterschiedlichen Bibliotheken) sind im Internet unter der Adresse www.spareninbibliotheken.de/ehrenamt.htm zu finden.
»Tatort Bibliothek«
Stuttgart. Unter dem Motto »Wir kriegen sie alle! – Ideen zur Förderung der Lesemotivation« stellt die Broschüre »Tatort Bibliothek« Konzepte und Ideen vor, wie man in Bibliotheken mit einfachen Mitteln Anker für die Konzentration beim Vorlesen setzt, spielerisch auf Geschichten aufmerksam macht und Multiplikatoren anspricht. Die Studentinnen des Projektseminars von Prof. Susanne Krüger und Katharina Schaal hatten die Aufgabe, kurz und prägnant Vorschläge zur Förderung der Lesemotivation zu machen, die in jeder noch so kleinen Bibliothek umsetzbar sind. Download: www.hdm-stuttgart.de/ifak/startseite/Tatort_Bibliothek.pdf.
125-jähriges Jubiläum
Wadersloh. Der Regalsystem-Anbieter Paschen hat im Januar sein 125-järiges Jubiläum gefeiert. Das in der fünften Generation inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt derzeit 200 Mitarbeiter.
Versicherung verklagt
Weimar. Die Weimarer Klassikstiftung hat ihre Versicherung vor dem Erfurter Landgericht verklagt. Sie soll wegen des Brandes, der die Anna Amalia Bibliothek im September 2004 verwüstete, mehr als 13 Millionen Euro bezahlen. Die Versicherung bestreitet jedoch, dass die Bücher unter den Versicherungsschutz fallen. Ihrer Ansicht nach werden nur ausleihbare Gegenstände erfasst. Experten schätzen, dass es bis zu 67 Millionen Euro kosten wird, die beschädigten Bücher zu restaurieren beziehungsweise wiederzubeschaffen.
Preis für Magisterarbeit
Wien (Österreich). Die Vergabekommission des Vereins zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) hat die Magisterarbeit von Elke Susanne Greifeneder, »Effektivität und Effizienz von Online-Hilfesystemen in deutschen Universitäts-OPACs«, Humboldt-Universität zu Berlin, mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. In der Arbeit werde, so die Jury, ein bislang nur selten behandeltes Thema, das aber von hoher Relevanz für die praktische Bibliotheksarbeit sei, in überzeugender Weise analysiert und kommentiert. Die Verfasserin habe eine Übersichtsarbeit von herausragender Qualität vorgelegt. Das Werk ist auch als Buchpublikation verfügbar, unter dem Titel »Online-Hilfen in OPACs: Analyse deutscher Universitäts-Onlinekataloge«; VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken, 2007.
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