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SCHWERPUNKT: Fort- und Weiterbildung

Ilona Munique
Das Fachwissen in Form halten
The next generation: Präsenzveranstaltung versus virtuelles Lernen

Um es gleich vorweg zu sagen: Längst stellt sich nicht mehr die Frage, ob man für oder gegen virtuelles Lernen ist, ob die Präsenzveranstaltung ausgedient hat und somit das Flipchart verzichtbar wird. Beides findet aktuell seine spezifische Anwendung, hat seine treuen oder neuen Anhänger, weist Plus- wie Minuspunkte auf und bestimmt – für Veranstalter wie Teilnehmende – den jeweils eigenen Kosten-Nutzen-Faktor. Als Trainerin, E-Learning-Autorin und Fortbildungsveranstalterin sowie als Fortbildungsteilnehmende verfügt Ilona Munique über Erfahrungen mit beiden Lernformen – »Präsenz« und »Virtualität« – und fühlt sich, in beiden Welten zu Hause. Im folgenden Artikel reflektiert sie die Vor- und Nachteile beider Fortbildungsarten und stellte interessante Mischformen vor.

Wiltraut Zick, Karin Holste-Flinspach
Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für FaMIs
Ein aktueller Überblick / Fachwirt versus Fachhochschule

Viele FaMI-Auszubildende wollen nicht mit der Perspektive leben, 40 Berufsjahre auf FaMI-Tätigkeiten eingeschränkt zu bleiben. Etliche wünschen sich bereits am Ende der Ausbildung eine Perspektive, die eine weitere Qualifizierung ermöglicht. Einige beginnen deswegen gleich nach der Ausbildung mit einem Bachelor-Studium im ABD-Bereich2, manche auch in anderen Gebieten. Allerdings ist bisher ein Studium in der Regel nur möglich, wenn die FaMIs über eine Hochschulreife verfügen. An manchen Hochschulen kann das Studium auch nach Bestehen einer fachbezogenen Eignungsprüfung aufgenommen werden, zum Beispiel an der Fachhochschule (FH) Potsdam. Bislang gibt es nur wenige Weiterbildungsmöglichkeiten für FaMIs, ohne aus der beruflichen Praxis auszusteigen. Im Folgenden soll untersucht werden, wie sich die Situa- tion in den letzten Jahren entwickelt hat, insbesondere bezogen auf die Fortbildung zum Fachwirt.

Sonja Bluhm
Ehrenamtlich und qualifiziert – Ein Angebot für alle Öffentlichen Bibliotheken!?
Das Fortbildungsangebot für katholische öffentliche Büchereien

41,3 Prozent der öffentlichen Büchereien in Deutschland sind in kirchlicher Trägerschaft. 97,3 Prozent davon werden teilweise oder vollständig ehrenamtlich betrieben, bei den kommunalen Bibliotheken liegt diese Zahl bei 51,8 Prozent. Damit diese Arbeit qualifiziert und entsprechend der bibliothekarischen Standards geleistet werden kann, gehört die Fort- und Weiterbildung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen in katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB) zu den grundlegenden Aufgaben von Borromäusverein Bonn (bv.), Sankt Michaelsbund München (SMB) und der katholischen Fachstellen für Büchereiarbeit, kurz »Netzwerk« genannt.

Niedersächsisches Fortbildungsgremium
Bedarfsgerechte Veranstaltungen mittels zentraler Koordinierungsstelle

In Niedersachsen entschloss man sich 1997, die bibliothekarischen Fortbildungsangebote der verschiedenen Veranstalter zu koordinieren und gründete das Niedersächsische Fortbildungsgremium. Damit haben die Veranstalter aus Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken die Möglichkeit, die Ziele bibliotheksspezifischer Fortbildungsveranstaltungen abzusprechen und daraus ein bedarfsgerechtes Fortbildungsprogramm zu erstellen. Die Geschäftsführung für das Fortbildungsgremium liegt beim Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB).

Ulrike Kraß
Weiter, immer weiter
Nachhaltige Lernformen in der Lernenden Bibliothek

Bibliotheken sind, wie alle Unternehmen und Institutionen, mit dem technologischen und demografischen Wandel konfrontiert und können nur mit hochqualifizierten, flexiblen, eigenverantwortlich handelnden und lernbereiten MitarbeiterInnen bestehen. Ein Erfolgsfaktor zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist die individuelle Förderung der MitarbeiterInnen im Rahmen einer lernenden Organisation. Die Befähigung zu permanentem, selbstgesteuertem Lernen in Arbeits- und Lernprozessen wird deshalb immer wichtiger.

Immer auf dem Laufenden bleiben
Die Seminarangebote des ZBIW

www.fbi.fh-koeln.de/zbiw/zbiw.htm – Wer diesem Link folgt, dem zeigt sich die thematische und organisatorische Vielfalt des bibliothekarischen Fort- und Weiterbildungsangebotes, das seit nunmehr 15 Jahren in Nordrhein-Westfalen (NRW) aktuell vom Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der Fachhochschule Köln angeboten wird. Derzeit ist das ZBIW einer der bundesweit größten Anbieter bibliothekarischer Fort- und Weiterbildung.

Weitere Themen

Undine Kurth
Was erwartet wer von wem?
Lobbyarbeit für Bibliotheken aus der Sicht einer Politikerin

In seiner diesjährigen Mitgliederversammlung während des 4. Kongresses für Information und Bibliothek hat der Deutsche Bibliotheksverband die Bundestagsabgeordnete Undine Kurth (Bündnis 90/Die Grünen) dazu eingeladen, ihre Perspektive auf Bibliotheken und Lobbyarbeit darzulegen: »Ich halte diese Einladung nicht nur darum für eine gute Idee, weil ich mich seit Jahren politisch für Bibliotheken engagiere. Sie ist auch deshalb gut, weil wir nur gemeinsam mit der Politik etwas für unsere Bibliotheken tun können, denn die Politik gestaltet die Rahmenbedingungen und definiert die konkreten Arbeitsbedingungen vor Ort. Ich bin sehr gern gekommen – obwohl ich ein ganz und gar untypisches Beispiel für Lobbyarbeit bin – eher das genaue Gegenteil von Lobbyarbeit im klassischen Sinne. In meinem Falle war es nämlich so, dass ich – weil ich die Zustände in meiner Heimatstadt inakzeptabel fand – auf die Bibliothek zugegangen bin mit der Frage, was man denn gemeinsam unternehmen könne, um die Situation zu verbessern – nicht umgekehrt.« Der folgende Beitrag basiert auf Undine Kurths Vortrag, den sie am 17. März in Leipzig gehaltenen hat.

 

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Heft 10/2010: 6. August

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