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Imagekatalog zu Musiksammlungen

Berlin. Die Musikabteilung der Staatsbibliothek verwahrt eine der größten und bedeutendsten Musiksammlungen weltweit. Neben ihrer zum Weltkulturerbe gehörenden Sammlung herausragender Autografen unter anderem von J. S. Bach, W. A. Mozart, L. van Beethoven, F. Mendelssohn Bartholdy und C. M. von Weber beherbergt sie auch rund 450.000 Musikdrucke. Darunter nimmt die 1906 begründete »Deutsche Musiksammlung«, die Belegstücke von Notenausgaben deutscher Musikverlage enthält, einen Rang ein, der an Umfang und Dichte bei Notendrucken aus der Zeit von 1870 bis in die 1930er-Jahre hinein, nicht übertroffen wird. Anders als die Bücher und Zeitschriften der Musikabteilung, die bereits größtenteils im Online-Katalog StaBiKat (www.stabikat.de) nachgewiesen sind, waren die meisten Musikdrucke bislang lediglich in zwei konventionellen Zettelkatalogen recherchierbar. Diese beiden Kataloge sowie der Katalog der seit 1991 erworbenen Tonträger stehen nun unter http://musikipac.staatsbibliothek-berlin.de als Imagekataloge (IPAC) zur Verfügung, der in Zusammenarbeit mit dem Satz-Rechen-Zentrum in Berlin (SRZ) realisiert wurde.

HU quotiert Plätze

Berlin. Die Humboldt-Universität hat bereits im Mai einen Teil der Arbeitsplätze im neuen Grimm-Zentrum für ihre Angehörigen reserviert, der Zugang für externe Studierende und Wissenschaftler wurde damit beschränkt. Die Sitzplätze der zweiten, dritten und vierten Etage – so die Pläne Ende April – sollten HU-Angehörigen vorbehalten sein. Seit Monaten ist die im Herbst eröffnete Bibliothek überlaufen. Schon im Februar sperrte die HU deswegen kurzfristig einen Teil der Plätze für Nicht-HU-Nutzer. Nach Protesten nahm die Uni die Sperrung damals zurück. Der Grund für die erneute Quotierung: Aus der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz weichen viele Leser in das Grimm-Zentrum aus. Denn in der Staatsbibliothek ist wegen Asbestsanierungen das Hauptmagazin geschlossen, viele Bücher können dort nicht ausgeliehen werden. Die Situation im Grimm-Zentrum sei »dramatisch«, sagte HU-Präsident Christoph Markschies Ende April im Akademischen Senat der Uni.

Preise für Grimm-Zentrum

Berlin. Ungeachtet der Platzprobleme wir das Grimm-Zentrum mit Preisen regelrecht überschüttet: Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat am 8. Mai den Architekturpreis »Nike 2010 für die beste stadtbauliche Interpretation« für das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum gleichermaßen an die Humboldt-Universität und an Max Dudler, Berlin verliehen. Zuvor wurde das Grimm-Zentrum bereits mit dem »BDA-Preis Berlin 2009« und dem »Architekturpreis Berlin 2009« ausgezeichnet.

Inge Jens erhält Max-Herrmann-Preis

Berlin. In diesem Jahr hat die Editorin und Schriftstellerin Inge Jens den Max-Herrmann-Preis erhalten. Es ist die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird. Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat. Inge Jens wurde bereits 1960 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt als Editorin der Briefe von Thomas Mann an Ernst Bertram. Durch sorgfältige Recherche in Bibliotheken und Archiven gelang es ihr, die notwendigen Hintergründe zum genauen Verständnis der Briefe zu entschlüsseln.

ZLB als zentraler Zulieferer für Europeana

Berlin. Seit Mitte April stellt EuropeanaLocal-Deutschland mehr als 23.000 landeskundliche digitale Objekte für die Europeana bereit. Die Inhalte reichen von Adressbüchern aus Rheinland-Pfalz, Ortsansichten aus Mecklenburg-Vorpommern, sachsen-anhaltinischen Manuskripten des 16. Jahrhunderts über private historische Fotografien und Postkarten aus Hamburg bis hin zu historischen Stadtplänen von Berlin. Das an der Zentral- und Landesbibliothek angesiedelte Projekt EuropeanaLocal-Deutschland ist Teil eines europaweiten Netzwerks, dessen Aufgabe es ist, das regionale und lokale Kulturerbe Europas in die Europeana einzubringen. Aktuelles Ziel ist es, die hierfür notwendigen Infrastrukturen einzurichten und bis zum Frühjahr 2011 insgesamt zehn Millionen digitalisierte Bücher, Filme, Gemälde, Zeitungen, Klänge und Archivdokumente bereitzustellen. Mit der Europeana entsteht Europas digitales Gedächtnis, das einen zentralen und mehrsprachigen Zugang zu den Objekten des gemeinsamen europäischen Kulturerbes aus Archiven, Bibliotheken, Museen und audiovisuellen Archiven bieten soll. Der Prototyp ist unter www.europeana.eu seit November 2008 online.

Neuer BII-Sprecher

Berlin. Neuer Sprecher der ständigen Kommission des Dachverbandes Bibliothek & Information Deutschland (BID) für den internationalen Fachaustausch ist seit dem 1. April Benjamin Blinten. Der Leiter der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts der Freien Universität Berlin wird für die kommenden drei Jahre den internationalen Fachaustausch im Bibliotheks- und Informationsbereich in Form von Fachaufenthalten, internationalen Konferenzteilnahmen und Studienreisen durch Stipendienvergabe koordinieren. Auf der BII-Website sind neben den verschiedenen Förderprogrammen auch die Voraussetzungen für eine Förderung und die Online-Bewerbungsformulare zu finden: www.bi-international.de

3.000 neue Nutzer gewonnen

Bonn. Über mangelndes Interesse kann sich die Leitung der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) nicht beklagen. Laut Jahresbericht ist die Zahl der Nutzer, die mindestens ein Buch ausgeliehen haben, 2009 um rund 3.000 auf 27.000 gestiegen. Die Mehrheit ist auch an der Hochschule eingeschrieben (rund 19.000), die anderen Nutzer sind Wissenschaftler und Externe. Im deutlichen Ausbau des Angebots, den die ULB seit zwei Jahren forciert, sieht Direktorin Renate Vogt einen Grund für die gesteigerte Nachfrage. Die Lehrbuchsammlung wurde im vergangenen Jahr nach Absprache mit Dozenten und Fachschaften für 210.000 Euro aufgestockt und der Zugang zu den elektronischen Medien für rund 400.000 Euro ausgeweitet.

Preis der VGH-Stiftung

Braunschweig. Die Stadtbibliothek Braunschweig hat eine Auszeichnung für gelungene Bibliotheksentwicklung im Rahmen des Bibliothekspreises der VGH-Stiftung 2009 gewonnen. Sabine Schormann, Geschäftsführerin der VGH-Stiftung, überreichte den mit 6.000 Euro dotierten Preis an den Kulturdezernenten der Stadt Braunschweig Wolfgang Laczny und die Leiterin der Stadtbibliothek Braunschweig Anette Haucap-Naß. Das Preisgeld ist für die Einrichtung der neuen Jugendbibliothek bestimmt. Georg Ruppelt, Direktor der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover, betonte in seiner Laudatio, dass sich die Stadtbibliothek Braunschweig zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt entwickelt habe. Sie leiste vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit und biete hervorragende Leseförderungsmaßnahmen für alle Altersstufen und Bildungsschichten an.

Parlamentsprotokolle digitalisiert

Düsseldorf. Die Universitäts- und Landesbibliothek hat die Verhandlungen der Rheinischen Provinzialstände/des Rheinischen Provinzial-Landtages für den Zeitraum 1826 bis 1933 innerhalb von vier Monaten inhouse digitalisiert. Die bedeutenden, aufgrund schlechter Papierqualität jedoch fragilen Quellen zur Politik und Landeskunde Nordrhein-Westfalens stehen nun digital und damit weltweit frei zur komfortablen Nutzung und Erforschung der Landesgeschichte zur Verfügung. Die große Bedeutung historischer Quellen auch für die aktuelle Politik wurde von der nordrhein-westfälischen Landtagspräsidentin Regina van Dinther bei der offiziellen Freischaltung des Portals am 19. April in der ULB herausgestellt. Da der Gesamtumfang der Parlamentaria von 100.000 Seiten für jeden Interessierten eine teils aufwendige Nachforschung bedeutet und sich eine Volltexterkennung augrund der Frakturschrift nicht anbietet, hat die ULB für den gezielten Sucheinstieg eine Datenbank mit den Mitgliedern der Provinziallandtage von 1841 bis 1932 erstellt. Die digitalisierten Parlamentsprotokolle inklusive eines historischen Abrisses sind im Portal Digitale Sammlungen der ULB unter »Besondere Sammlungen« zu finden: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/

Großzügige Spender

Duisburg. Die Aktion »Buchpaten« der Stadtbibliothek ist bestens angelaufen: Bis Anfang Mai spendeten Kunden und Freunde der Stadtbibliothek bereits mehr als 10.000 Euro für die Anschaffung neuer Bücher. Dies meldete »Der Westen« in seiner Online-Ausgabe vom 11. Mai. Die Stadtbibliothek rief die Spendenaktion ins Leben, nachdem der Medienetat angesichts der Finanzmisere der Stadt für das laufende Jahr auf Null gesetzt worden war.

Dugall ist Vizepräsident des OCLC Global Council

Frankfurt am Main. Berndt Dugall, Direktor der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main und Leiter des HeBIS-Verbundes, ist neuer Vizepräsident des OCLC Global Council, des höchsten Gremiums, in dem die Interessen der OCLC-Mitgliedsbibliotheken vertreten werden. Die Wahl fand im Rahmen des jährlichen Meetings des Global Council im April in Dublin, Ohio, statt. Mit der Wahl zum Vizepräsidenten ist Dugall gleichzeitig »President Elect« und wird in der nächsten Amtsperiode die Präsidentschaft übernehmen. Mit Berndt Dugall übernimmt erstmals ein Mitglied aus einem nicht-englischsprachigen Land eine herausragende Position bei OCLC und stärkt so weiter den in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsenen Einfluss neuer OCLC-Mitglieder in Europa.

Kooperation in Sachen Informationskompetenz

Frankfurt am Main. Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und -praxis (DGI) und der Pharma Arbeitskreis Information Dokumentation (PAID) werden künftig im Arbeitskreis »Informationskompetenz in Unternehmen« (IKU) eng zusammenarbeiten, um die Anforderungen der Industrie in Sachen Informationskompetenz über die DGI in Schulen und Universitäten zu tragen. »Informationskompetenz muss bereits frühzeitig vermittelt werden«, sagt Luzian Weisel, Vizepräsident der DGI und Senior Information Analyst im Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe. Nur so sehen die Informationsfachleute den Transfer der in Schule und Universität erworbenen Kenntnisse gewährleistet, die für eine wettbewerbsfähige Forschung und Wirtschaft unumgänglich sind.

Offensive für Schulbibliotheken

Freiburg im Breisgau. Die Stadt Freiburg will in allen 30 städtischen Grundschulen und den drei Förderschulen Bibliotheken einrichten. Im Rahmen des Projekts »Bibliotheken der Kulturen – Schulbibliotheken«, das auch die Sprach- und Leseförderung mit dem Ziel der Integration umfasst, erhalten zunächst sieben Schulen eine Bibliothek. Als Grundbestand einer Schulbibliothek wurden drei Medien pro Schulkind festgelegt. Bei der Medienauswahl hat die Stadtbibliothek die Schulen beraten, die Medien beschafft und ausleihfertig zur Verfügung gestellt. Ein Viertel des Bestands wird fremdsprachig sein. Zur fachlichen Unterstützung der Schulen, zur Bestandserweiterung sowie zur Schulung des Bibliothekspersonals in den Schulen plant die Stadtbibliothek, eine Servicestelle einzurichten.

Brand in Uni-Bibliothek

Freiburg im Breisgau. Bei einem Brand in der alten Uni-Bibliothek ist am 18. Mai nur geringer Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand. Das Dach des Gebäudes, das derzeit saniert wird, hatte vermutlich aufgrund der Bauarbeiten Feuer gefangen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von fünf Fahrzeugen und 75 Einsatzkräften vor Ort und bekam den Brand schnell unter Kontrolle.

Web-Durchblick mit netzdurchblick.de

Hamburg. Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) haben für 12- bis 16-jährige Jugendliche, für Eltern und pädagogische Multiplikatoren einen Online-Ratgeber mit Informationen, Tipps und Hinweisen für einen sicheren und kompetenten Umgang mit dem Internet erarbeitet: www.netzdurchblick.de. In vier Kapiteln werden Themen wie der Schutz des eigenen PCs, Web-Usability, Internetgesetze, Verhalten in Social Communities und der Einsatz von Tools behandelt. Viele Tipps und Tricks rund um das Internet werden mit Videosequenzen, Grafiken und Animationen spielerisch und jugendgerecht vermittelt.

FZI-Direktor in neuer Enquete-Kommission

Karlsruhe. Der Direktor des Forschungszentrums Informatik (FZI) in Karlsruhe, Professor Christof Weinhard, ist als Sachverständiger in die Enquete-Kommission »Internet und digitale Gesellschaft« des Deutschen Bundestages berufen worden. Als einer der insgesamt 17 Experten wird er mit ebenso vielen Mitgliedern des Bundestages in den nächsten zwei Jahren Fragen zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Internet sowie der damit verbundenen Risiken und dadurch ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen diskutieren und Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten. Der politische Auftrag an die Enquete-Kommission beinhaltet die Untersuchung insbesondere zu Fragen der Meinungsfreiheit und des Datenschutzes, der Entwicklung globaler IKT-Unternehmen und Märkte, Bildung und Forschung sowie der kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Die zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen haben eine Verbesserung der Rahmenbedingungen der deutschen Informationsgesellschaft zum Ziel.

Erforschung der Fürstenbibliothek

Kassel. Ein DFG-Forschungsprojekt untersucht derzeit den Einfluss und die Bedeutung der Fürstenbibliothek Arolsen: Zunächst auf drei Jahre angelegt und mit etwa 500.000 Euro gefördert wird die historische Einrichtung seit Juli 2009 als Kultur- und Wissensraum vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert und ihre Einflüsse auf Genese, Formung und Identität des Fürstenstaates beleuchtet. Die Verwaltung des Projekts liegt bei der Kasseler Universität. Nur wenige Bibliotheken haben ihre Bestände derart zusammenhalten können. Insgesamt 35.000 Werke von herausragender Qualität und Bedeutung umfasst die Bibliothek noch heute. Darunter finden sich geschichtliche und philosophische Werke, Bücher zur Aufklärung, zur Pädagogik, zu Gesetzgebung und Recht, Militaria, Kartenwerke, Zeitschriften, wichtige Klassikerausgaben, umfängliche Reiseliteratur und – in Fragmenten – die mittelhochdeutsche Klassik. Ziel des Forschungsprojektes ist die komplette Aufarbeitung, Sicherung, Digitalisierung und Erschließung der Bestände.

BIS-Kongress: Bibliotheken bewegen

Lausanne (Schweiz). Der Kongress des Schweizer Bibliotheksverbandes BIS (Bibliothek Information Schweiz) findet in diesem Jahr vom 1. bis 4. September im neu eröffneten Rolex Learning Center in Lausanne statt. Das Motto der Tagung lautet: Bibliotheken bewegen. Neben der Teilnahme an hochkarätigen Vorträgen und Diskussionsrunden besteht die Gelegenheit, das hochgelobte Rolex Learning Center in Augenschein zu nehmen. Das spektakuläre Bauwerk gilt bereits jetzt als Wahrzeichen der École Polytechnique Fédérale Lausanne – und vielen als Modell für die »Bibliothek der Zukunft«. Anmeldung und weitere Informationen unter: www.bis.ch

Direktorin tritt zurück

Madrid. Die Chefin der spanischen Nationalbibliothek, Milagros del Corral, ist aus Protest gegen eine 15-prozentige Budgetkürzung zurückgetreten. Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP am 11. Mai. Die sozialistische Regierung strich im Rahmen eines umfangreichen Sparpakets 7,5 Millionen Euro für die Nationalbibliothek und degradierte Milagros del Corral vom »Managing Director« zum »Director«. Die spanische Nationalbibliothek wurde vor rund 300 Jahren gegründet und beschäftigt 1.000 Personen.

»LiteraKino« in der Zentralbibliothek

München. Seit Februar 2009 bietet die Zentralbibliothek Am Gasteig eine Filmreihe mit Literaturverfilmungen an. Dieses »LiteraKino« am Freitagnachmittag hat so regen Zuspruch gefunden, dass nach vierzehntägigem Beginn mit einer Vorstellung pro Film jeder Film mittlerweile an zwei Nachmittagen pro Woche insgesamt viermal gezeigt wird. Gestartet wurde mit dem Schwerpunkt-Thema »Liebesfilme«, gefolgt von »Historienfilmen« im zweiten Halbjahr. Zu den 29 Vorstellungen im Jahr 2009 kamen 1.090 Besucher. Das Schwerpunkt-Thema »Lebenswege« der ersten Jahreshälfte 2010 führt das historische Thema weiter, allerdings mehr bezogen auf persönliche Lebenswege beziehungsweiseschicksale. Die Schwerpunkte für 2010 wurden gewählt nach einer im Mai 2009 durchgeführten Besucherumfrage. Tatsächlich angesprochen werden in erster Linie SeniorInnen. Zum äußerst regen Besuch trägt sicher auch der bisher freie Eintritt bei – oft kommen mehr Interessenten, als der Vorführraum mit 49 Plätzen zu fassen vermag. Um hier besser zu steuern und den Besuchern eine verlässliche Planbarkeit zu bieten, wird ab Herbst 2010 mit Beginn des Schwerpunkts »Filmkomödien« ein moderater Eintritt von drei Euro verlangt werden.

Bericht über Schäden des Erdbebens

Port-au-Prince (Haiti). Die Organisation »Bibliothèques sans frontiers« (Bibliotheken ohne Grenzen) hat einen Bericht über die Schäden erstellt, die das verheerende Erdbeben in Haiti in Archiven und Bibliotheken verursachte. Es werden ebenfalls die für einen Wiederaufbau und Schadensersatz notwendigen Maßnahmen aufgeführt. Der Bericht ist zwar in französischer Sprache verfasst, seine reiche Bebilderung vermittelt jedoch einen Eindruck von der Situation in Haiti: www.bibliosansfrontieres.org/images/urgence/rapport-mission.pdf

LoC archiviert »Tweets«

Washington (USA). Laut Aussage von Twitter werden täglich rund 55 Millionen »Tweets« gesendet; das sind mehrere Milliarden seit dem Start von Twitter im Jahr 2006. Die Library of Congress in den USA hat nun beschlossen, alle Tweets, die je öffentlich gesendet wurden, zu archivieren. Wie historische Dokumente in Papierform gehören auch die Tweets bedeutender Politiker wie beispielsweise Barack Obamas Tweet nach seinem Wahlsieg 2008 zu dem kulturellen Erbe, so die Begründung. Die LoC archiviert seit 2000 systematisch Internetinhalte, beispielsweise Websites des Kongresses oder von Wahlkampagnen. Mehr als 167 Terabyte Webinhalte sind bereits im Archivbestand.

Gerald Leitner ist »Buchmensch des Jahres«

Wien (Österreich). Der Geschäftsführer des Büchereiverbandes Österreichs (bvoe), Gerald Leitner, ist im Wiener Rathaus zum »Buchmensch des Jahres« ernannt worden. Die Auszeichnung wird an Personen vergeben, die sich in der Öffentlichkeit besonders für das Medium Buch einsetzen. Die Wahl wird seit 2006 von der »Arbeitsgemeinschaft Buchliebling« – einer Initiative von Verlagsbüro Schwarzer und echo-Medienhaus in Kooperation mit der Wirtschaftskammer und dem Kulturministerium – durchgeführt.

 

Redaktion

Redaktionsschluss für
Heft 10/2010: 6. August

Anzeigenschluss für
Heft 10/2010: 31. August

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