Bibliotheken sind Schatzkammern. Sie bewahren in Büchern und Medien einen kostbaren Schatz, der heute mehr und mehr verloren geht: unseren Wortschatz.
Vielen Menschen fällt es schwer, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken, weil ihnen »die richtigen Worte fehlen«. Man redet in Kürzeln, verwendet Icons in Mails und Posts. Das Handy ist in Bus und Bahn omnipräsent und hat das Buch fast verdrängt. Der Familienabend endet vor dem Fernseher.
Kein Wunder, dass Kinder das Lesenlernen schwerfällt, wenn wenig mit ihnen gesprochen wird, wenn ihnen nie vorgelesen wurde, wenn ein Handy das Buch in der Hand ersetzt.
Wortmangel ist genauso schlimm wie Geldmangel. Und oft führt das Erste zum Letzteren. Wer sich nicht »zu Wort melden kann« hat im Leben schlechte Karten. Und ein ungleiches Wortgefecht führt – nicht nur bei Kindern – oft zu Gewalt.
Deshalb müssen wir mit unseren Kindern auf Wortschatzsuche gehen und ihnen über das frühzeitige Lesenlernen die bestmöglichen Bildungschancen ermöglichen.
Das Leseförderprojekt »Büchertürme« ist ein möglicher und fantasievoller Weg dahin. Und unser wichtigster Wegweiser für die Schatzsuche führt in die Bücherei.

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