80 Jahre Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Am 4. November 2026 erinnert die Deutsche Nationalbibliothek an ihr Gründungsjubiläum in der Mainmetropole vor 80 Jahren.
Anlässlich des Gründungsjubiläums in Frankfurt am Main bieten Führungen Einblicke in Geschichte, Aufgaben und Architektur des »Gedächtnisses der Nation«. Foto: robertkuehne über canva.com

Anlässlich des Jubiläums lädt sie zu Führungen durch ihr Frankfurter Haus ein und sucht persönliche Geschichten und Erinnerungen rund um die Bibliothek.

Der Frankfurter Standort der Nationalbibliothek entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Folge der deutschen Teilung. Im Jahr 1912 war die Deutsche Bücherei in Leipzig gegründet worden. 1946 wurde in Frankfurt am Main die Idee einer deutschen Archivbibliothek aufgegriffen. Die Buchhändler in der amerikanischen Besatzungszone unterstützten den Plan. Die Stadt Frankfurt sicherte finanzielle und personelle Unterstützung zu, und die amerikanische Militärregierung genehmigte die Gründung. Am 4. November 1946 erhielt die neue Bibliothek offiziell den Namen Deutsche Bibliothek. Seit 2006 führt die 1990 zu einer Institution zusammengeführte Einrichtung den Namen Deutsche Nationalbibliothek.

Ihre Arbeit nahm die damalige Deutsche Bibliothek in der ehemaligen Rothschildschen Bibliothek am Untermainkai mit nur drei Mitarbeitenden und 14 000 Büchern auf. Heute ist die Deutsche Nationalbibliothek mit zwei Standorten und über 56 Millionen Medienwerken eine der größten Bibliotheken Europas.

Anlässlich des Gründungsjubiläums in Frankfurt am Main bieten Führungen Einblicke in Geschichte, Aufgaben und Architektur des »Gedächtnisses der Nation«. Die Teilnehmenden erwartet auch ein Blick hinter die Kulissen in die unterirdischen Magazine am heutigen Standort, der Adickesallee 1. Im Mai 2027 wird der charakteristische Bau im Frankfurter Nordend 30 Jahre alt – ein weiterer Grund zum Feiern.

Eine Bibliothek ist mehr als ein Ort für Bücher und andere Medien. Sie ist auch ein Ort der Begegnung, der Entdeckung und der Erinnerung. Die Deutsche Nationalbibliothek sucht deshalb persönliche Geschichten, die Menschen mit ihr verbinden: Wurden hier Freundschaften geschlossen oder die Liebe gefunden? Hat ein Buch das Leben verändert? Oder weckt eine wiederentdeckte Schallplatte Erinnerungen an die Kindheit? Die Deutsche Nationalbibliothek lädt dazu ein, solche Erlebnisse zu teilen. Ausgewählte Geschichten sollen in einer Blog-Serie veröffentlicht werden und zeigen, welche Spuren eine Bibliothek im Leben der Menschen hinterlässt.

 

Zu weiteren Informationen zu den genannten Jubiläen, Bildern sowie einem Formular zur Einsendung einer Bibliotheksgeschichte

Führungen finden am 4. November 2026 um 16 und 18 Uhr, am 10. November um 16 Uhr sowie monatlich bis zum 30-jährigem Jubiläum im Mai 2027 mit Voranmeldung über den Veranstaltungskalender statt. 

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt, dokumentiert und archiviert alle Werke in Schrift und Ton, die seit 1913 in Deutschland und weltweit über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht werden, und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre umfassenden Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an. 

Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Bestände aufmerksam und fördert Buch-, Lese- und Musikkultur mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

Am Frankfurter Standort befindet sich auch das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek. Von Exilierten in der frühen Nachkriegszeit mitinitiiert, sammelt und erschließt das Deutsche Exilarchiv Zeugnisse des Exils und versteht sich auch als Ort der politischen Aufklärung. 

Mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen vermittelt es die unterschiedlichen Erfahrungen und Ausdrucksformen des Exils und schlägt dabei Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart.

Die Deutsche Nationalbibliothek freut sich über Förderung ihrer Arbeit durch Spenden. Ob allgemein oder gezielt für die Bereiche Bildung, Sammlungen, Kulturprogramm und Forschung – Spenden helfen uns dabei, das nationale Kulturerbe zu bewahren, Wissenschaft und Kultur zu vermitteln und unser Publikum zu begeistern. Jede Unterstützung zählt! 

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