Warum werden Bücher aus Bibliotheken entfernt? Welche Geschichten und Themen stehen im Mittelpunkt aktueller Debatten um Meinungsfreiheit und Zensur? Antworten auf diese Fragen gibt die Wanderausstellung »banned books«, die noch bis zum 25. September 2026 in der Stadtbibliothek Stavenhagen zu sehen ist.
Die Ausstellung macht durch die Unterstützung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern sowie des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) Station in Stavenhagen. Sie widmet sich Büchern, die in den USA aus Bibliotheken entfernt oder verbannt wurden, und regt dazu an, sich mit den Hintergründen dieser Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Darunter finden sich Comics über Geschlechteridentität, politische Sachbücher, literarische Klassiker wie Margaret Atwoods Werke, die Tagebücher von Anne Frank, Wörterbücher sowie J. K. Rowlings »Harry Potter«. Die American Library Association verzeichnete allein im Jahr 2024 insgesamt 2 452 verbannte Titel.
Bibliotheksnutzer/-innen und Besucher/-innen sind eingeladen, in den ausgestellten Büchern zu blättern, deren Inhalte kennenzulernen und sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, die Bücherverbote aufwerfen: Wie weit reicht Meinungsfreiheit? Welche Verantwortung tragen Bibliotheken? Und welche Bedeutung haben der freie Zugang zu Informationen und die Vielfalt von Literatur für eine demokratische Gesellschaft?
Ergänzend zur Ausstellung empfiehlt die Stadtbibliothek die Dokumentation »The Librarians«, die über das Streamingportal filmfriend verfügbar ist. Der Film begleitet US-amerikanische Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die sich gegen Bücherverbannungen in Schulbibliotheken engagieren und dabei erheblichem öffentlichem Druck ausgesetzt sind.
Folgende weitere Stationen der Wanderausstellung sind geplant:
• Oktober 2026: Stralsund
• November 2026: Waren (Müritz)
• Dezember 2026: Wismar (reserviert)
• Januar 2027: Ludwigslust
• Februar 2027: Bützow
• April 2027: Schwerin
• Mai 2027: Neubrandenburg

Diskussion