Zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober zeigen repräsentative Befragungsergebnisse die Bedeutung Öffentlicher Bibliotheken als soziale Treffpunkte für ein vielfältiges Publikum und dabei vor allem für Jugendliche. Sonntagsöffnungszeiten könnten mehr als 800 000 weitere Menschen erreichen.
Öffentliche Bibliotheken sind wichtige soziale Treffpunkte und vor allem von Jugendlichen viel genutzte Kultur- und Bildungseinrichtungen – das ergeben die repräsentative Publikumsbefragung KulturMonitoring (KulMon) und die repräsentative Bevölkerungsbefragung »Kulturelle Teilhabe in Berlin« des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf).
Anlässlich des Tags der Bibliotheken am 24. Oktober rücken die Umfrageergebnisse die zunehmende Bedeutung Öffentlicher Bibliotheken als Orte der Begegnung und der gesellschaftlichen Teilhabe in den Fokus.
Laut der Befragung besuchten 27 Prozent der Menschen in Berlin ab 15 Jahren im Jahr 2025 mindestens einmal eine öffentliche Bibliothek. Insgesamt wurden fast 9,5 Millionen Besuche verzeichnet. Die Ergebnisse zeigen: Bibliotheken sind weit mehr als Orte der Medienausleihe. Sie schaffen Räume für Begegnung, Freizeit und Lernen.
Öffentliche Bibliotheken in Berlin erreichen junge Menschen
Die Befragung macht deutlich, dass Öffentliche Bibliotheken in Berlin gerade für jüngere Menschen attraktiv sind. Knapp die Hälfte der 15- bis 19-Jährigen (48 Prozent) besuchte innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einmal eine Bibliothek. Auch bei den 20- bis 29-Jährigen liegt der Anteil mit 30 Prozent über dem der älteren Altersgruppen.
Öffentliche Bibliotheken in Berlin erreichen ein vielfältiges Publikum
Die Auswertung der KulMon-Publikumsbefragungen zeigt zudem, dass das Publikum Öffentlicher Bibliotheken sozial vielfältiger ist als das vieler anderer Kultureinrichtungen. Menschen mit unterschiedlichen formalen Bildungsabschlüssen und Migrationshintergründen sind hier vergleichsweise gut vertreten. Das unterstreicht das Potenzial der Bibliotheken, kulturelle Teilhabe für breite Teile der Stadtgesellschaft zu ermöglichen.
Öffentliche Bibliotheken in Berlin sind wichtige Orte im Alltag
Mehr als zwei Drittel nennen Unterhaltung oder Entspannung als Grund für ihren Besuch. Fast zwei Drittel der Befragten, die Bibliotheken besuchen, schätzen zudem die Möglichkeit, dort Menschen aus ihrer Nachbarschaft zu treffen. Damit erfüllen Öffentliche Bibliotheken eine wichtige soziale Funktion und ermöglichen Begegnungen über unterschiedliche Lebenswelten hinweg.
Sonntagsöffnungszeiten: großes Potenzial für zusätzliche Besuche
Ein weiteres Ergebnis der Befragung betrifft die Öffnungszeiten: 59 Prozent der bisherigen Bibliotheksbesucher/-innen geben an, Bibliotheken häufiger besuchen zu wollen, wenn diese auch sonntags geöffnet wären. Bei den bisherigen Nicht-Besucher/-innen können sich 33 Prozent vorstellen, eine Bibliothek häufiger zu nutzen, wenn sie sonntags geöffnet wäre. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bedarfsgerechte Öffnungszeiten den Zugang zu den Angeboten Öffentlicher Bibliotheken erleichtern und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten schaffen könnten. Sie zeigen zugleich, dass das Potenzial besteht, weitere Menschen für die Angebote der Berliner Bibliotheken zu gewinnen.
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