Kultureller Kahlschlag mit weitreichenden Folgen

Jan-Pieter Barbian kommentiert die vorgesehene Schließung von Goethe-Instituten in Frankreich, Italien, den Niederlanden und den USA.
Das Denkmal »Die verwüstete Stadt« von Ossip Zadkine in Rotterdam aus dem Jahr 1953 erinnert an die Zerstörung durch die deutsche Luftwaffe im Mai 1940. In der niederländischen Stadt soll nun das Goethe-Institut geschlossen werden. Foto: Barbian

 

Deutschland hat sich einmal als »Kulturnation« definiert. Und die auswärtige Kulturpolitik wollte nach 1945 das Vertrauen in Europa und der gesamten Welt zurückgewinnen, das die NS-Herrschaft und der Zweite Weltkrieg als ein historisch einzigartiger Zivilisationsbruch vernichtet hatten. Bei diesen Zielsetzungen spielte das 1951 gegründete Goethe-Institut eine zentrale Rolle. Der eingetragene Verein mit der Zentrale in München griff zunächst den Namen und die Zielsetzung des 1932 von der Deutschen Akademie gegründeten Instituts zur Ausbildung ausländischer Deutschlehrer auf.

Die Vermittlung der deutschen Sprache im Rahmen von Sprachkursen und mit zertifizierten Sprachprüfungen als Abschluss wurde ab 1968 um die kulturelle Programmarbeit erweitert, nachdem bis 1960 bereits alle staatlichen Kulturinstitute der Bundesrepublik im Ausland in die bestehenden Goethe-Institute integriert worden waren. Ein 1976 mit dem Auswärtigen Amt geschlossener »Rahmenvertrag« regelt das Verhältnis zwischen dem bundesdeutschen Staat und dem privaten Verein, wobei dem Goethe-Institut seinerzeit weitgehende Autonomie zugestanden wurde, was ihm in den vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß polemisch entfachten Auseinandersetzungen mit der CDU/CSU in den 1980er-Jahren zugutekam.[1] Der »Rahmenvertrag« stellt auch die Finanzierung der Vereinsarbeit im In- und Ausland aus dem Bundeshaushalt sicher. Auf dieser Grundlage hat das Goethe-Institut bis heute 158 Dependancen in 98 Ländern aufgebaut.

Der beabsichtigte Kahlschlag

Zum Ende dieses Jahres sollen jetzt acht Institute geschlossen werden: Bordeaux, Lille, Straßburg und Toulouse in Frankreich, Genua, Neapel, Triest und Turin in Italien, Rotterdam in den Niederlanden und Washington/DC in den USA. Zudem mussten bereits die Goethe-Institute in Moskau, Nowosibirsk, St. Petersburg, Perm (deutscher Lesesaal in der Gorki-Bibliothek), Minsk und Kabul ihren Betrieb aufgrund der politischen Machtverhältnisse in Russland, Weißrussland und Afghanistan vollständig einstellen. Ursache der jetzt zum Jahresende anstehenden Schließungen ist zum einen die fiskalische Vorgabe, im Etat des Goethe-Instituts mittelfristig 24 Millionen Euro einsparen zu müssen, also nicht weniger als 10 Prozent des zu 60 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanzierten Gesamtetats, zum anderen das außenpolitische Vorhaben der Bundesregierung, auf die geopolitischen Veränderungen in der Welt mit dem Ausbau der Präsenz in Osteuropa und im Südpazifik zu reagieren. Auch Texas soll jetzt ein Goethe-Institut erhalten.



Die von Außenministerin Annalena Baerbock zu verantwortende Entscheidung, dafür die Sprach- und Kulturarbeit der Goethe-Institute vor allem in West- und Südeuropa zu opfern, ist eine »kulturpolitische und strategische Katastrophe«, wie Nils Minkmar in der Süddeutschen Zeitung zu Recht festgestellt hat.[2] Die Medien und prominente Vertreter der Presse, der deutsch-französische Kulturrat und transnationale Kulturvereinigungen wie die Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa, Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler haben dazu bereits öffentlich Stellung bezogen. Auch von den deutschen Bibliotheken und ihrem Bundesverband sollte diese fragwürdige Exekution mehrerer wichtiger, bei vielen Menschen und Institutionen im Ausland angesehener Informations- und Dialogpartner nicht unwidersprochen hingenommen werden. Denn die Bibliotheken kooperieren seit Langem in vielfältiger und fruchtbarer Weise mit dem Goethe-Institut und ihren Auslandsvertretungen, sind dort mit Vorträgen und Workshops oder auf Konferenzen präsent.

In der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen hat Hilmar Hoffmann, Präsident des Goethe-Instituts in den Jahren 1993 bis 2001, festgehalten, dass man seit 1951 »in unermüdlicher Kleinarbeit seinen Beitrag zur Wiedergewinnung des kostbarsten der verloren gegangenen Güter« geleistet habe: »der Glaubwürdigkeit« Deutschlands in der Welt.[3] An gleicher Stelle forderten Martin Schumacher und Joachim-Felix Leonhard, der damals amtierende und der designierte Generalsekretär des Goethe-Instituts Inter Nationes (so der Name nach der Fusion mit dem Bonner Institut von 2001 bis 2003), dass »die europäische Identität nicht nur dem EURO, einem zweifelsohne wichtigen Symbol, überlassen werden« sollte, »sondern sich als Summe regionaler Sprachen und Kulturen versteht«.[4] In diesem »europäischen Vielklang« komme der auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands die entscheidende Aufgabe zu, die Frage zu klären, »was die spezifisch deutsche Brücke zu einer europäischen Kultur sein kann«.

Nicht minder ambitioniert ist es im Rückblick und Ausblick zum 70-jährigen Bestehen des Goethe-Instituts im Jahr 2021 zu lesen. Dort verkündete Carola Lentz, seit November 2020 Präsidentin des Goethe-Instituts in der Nachfolge von Klaus-Dieter Lehmann (2008-2020), dass angesichts des Erstarkens der populistischen Parteien und der nationalistischen Bewegungen, die eine »wachsende EU-Skepsis« bis hin zur völligen Ablehnung verbreiten, die Förderung des europäischen Bewusstseins zu einer »Kernaufgabe« des Goethe-Instituts werden müsse.[5] Es gehe bei allen Projekten immer wieder um »die Darstellung europäischer Vielfalt, die Stärkung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls und den Austausch über Zukunftsentwürfe für Europa«. Sollte das alles tatsächlich ernst gemeint gewesen sein, so sind diese politisch sinnvollen und notwendigen Forderungen mit den jetzigen Weichenstellungen für das Goethe-Institut schlichtweg unvereinbar. Denn mit ihnen wird die internationale »Glaubwürdigkeit« Deutschlands zerstört und das im Krisenmodus befindliche europäische Projekt zusätzlich belastet.

Im Fokus: Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich

Zu Beginn des Jahres 2023 wurde der 60. Jahrestag der Unterzeichnung des »Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit« gefeiert. Dieser von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichnete »Élysée-Vertrag« sollte die im preußisch-französischen Krieg von 1870/71, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg ausgetragene Feindschaft zwischen beiden Nationen überwinden. Die sukzessive auf- und ausgebauten Institut français in Deutschland und die Goethe-Institute in Frankreich leisteten mit ihren Sprach- und Kulturprogrammen einen wesentlichen Beitrag dazu, dass sich die Kenntnisse über das jeweilige Land und die gegenseitige Wertschätzung unter den beiden jetzt befreundeten Nachbarn verbreiteten. Seit den 1970er-Jahren wurden Frankreich und Deutschland dann zu den zentralen Pfeilern der europäischen Integration. Ob die sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder oder die christdemokratischen Bundeskanzler Helmut Kohl und Angela Merkel – die Achse Paris-Bonn/Berlin war der Dreh- und Angelpunkt aller außenpolitischen Entwicklungen in Europa. Diese Maxime bewährte sich bei der deutschen Wiedervereinigung 1989/90 und sie wurde durch den im Juni 2016 beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sogar noch verstärkt.



Leider haben der amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Außenministerin Baerbock bis heute äußerst wenig in die Stärkung und den Ausbau der 1963 begründeten deutsch-französischen »Freundschaft« investiert. In die allgemein festzustellende Vernachlässigung passt die beabsichtigte Schließung von vier der acht Goethe-Institute in Frankreich. Sie ist Ausdruck für einen Mangel an »Fingerspitzengefühl«, wie es Ulrich Wickert, seit 1969 Frankreich-Korrespondent der ARD und von 1984 bis 1991 Leiter von deren Studio in Paris, im Wochenmagazin Stern kritisiert hat.[6] Denn die Schließungen erfolgen ohne vorherige Absprache mit den französischen Partnern, im elsässischen Straßburg zudem an einem historisch besonders symbolträchtigen Ort.

Noch deutlich dramatischer sieht Jörg Bong in dieser Entscheidung des Auswärtigen Amts eine »Verachtung für den Wert von Kultur«, die Völker verbinden kann wie kein anderes Medium, und einen weiteren Schritt zur Demontage der deutsch-französischen Beziehungen, ohne deren Funktionieren eine europäische Zukunft kaum vorstellbar ist.[7] Bong, der seinen Kenntnisreichtum über Frankreich mit den zwölf, seit 2012 unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlichten Bretagne-Krimis dokumentiert hat, erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass eine deutsche Antwort auf die bereits 2017 von Präsident Emanuel Macron in seiner Rede an der Sorbonne gemachten Vorschläge zu einer vertiefenden Weiterentwicklung der Europäischen Union bis heute ausgeblieben ist. Der am 22. Januar 2019 in Aachen von Angela Merkel und Emanuel Macron in Aachen unterzeichnete »Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration« wird faktisch nicht gelebt. Mit dem Rückzug aus der Hälfte der bisherigen Standorte des Goethe-Instituts in Frankreich werden sogar weitere Brücken abgebrochen – nicht allein zwischen den beiden politisch wichtigsten Ländern in Europa, sondern auch zwischen den Menschen, die in der Sprache und Kultur miteinander in einen fruchtbaren Dialog treten. Wie war das noch mit der einst von Hilmar Hoffmann beschworenen »Glaubwürdigkeit«?    

Aufkündigung der Liebe zu Italien

Nicht minder katastrophal in ihren Folgen ist die Entscheidung zur Schließung von vier Goethe-Instituten in Italien. Der Namengeber des privatrechtlichen Vereins hatte mit seiner »Italienischen Reise« (1786-1788) zusammen mit vielen anderen Schriftstellern und Künstlern im 18. Jahrhundert die Liebe der Deutschen zu Italien begründet. Die am 25. März 1957 geschlossenen »Verträge von Rom«, die die Gründung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und einer Europäischen Atomgemeinschaft (EAG) vorsahen, sind der Grundstein des europäischen Einigungsprozesses. Doch diese guten Geister sind alle längst verflogen. Während in Frankreich die nationalistischen Rechtspopulisten unter Marine Le Pen noch bis zu den Präsidentschaftswahlen von 2027 auf die Machtübernahme warten müssen, sind sie in Italien bereits seit dem Herbst 2022 an der Regierung. Weder Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der postfaschistischen Partei Fratelli d’Italia noch ihrem Innenminister Matteo Salvini von der rechtsradikalen Lega Nord wird man dabei ein besonders inniges Verhältnis zu Deutschland nachsagen können, ganz im Gegenteil. Aber auch von der aktuellen Bundesregierung in Berlin wird wenig unternommen, um einen konstruktiven Dialog und ein Klima der Kooperation mit Italien wiederherzustellen. Stattdessen zerstreitet man sich vor allem in Fragen der Migrations- und Asylpolitik oder der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik.[8]

Marc Beise hat in der Süddeutschen Zeitung das fehlende Interesse beider Länder aneinander beklagt.[9] Dies gilt nicht allein für die Ebene der Politik und Wirtschaft, sondern auch für die Bereiche Kultur, Bildung oder Wissenschaft. Und vor allem trifft es auf die Menschen zu, die man in beiden Ländern füreinander begeistern muss. Aber wie soll das funktionieren, wenn Italiener zukünftig weder in Triest und Turin noch in Genua und Neapel mit Kursen und Veranstaltungen Genaueres und Wahrhaftigeres über die deutsche Sprache, Kultur, Geschichte und Gegenwart unseres Landes entdecken können als es die Propaganda der in Rom herrschenden Parteien und der von ihr abhängigen Medien verbreitet? Die Schließung der dortigen Goethe-Institute ist auch in diesem Fall ein fatales Zeichen der Ignoranz und der Arroganz auf deutscher Seite. Sie schwächt die demokratischen Kräfte in Italien und den notwendigen Willen zu einer verstärkten Kooperation in Europa.            

Rückzug aus der US-amerikanischen Hauptstadt

Man stelle sich vor, die US-amerikanische Regierung würde beschließen, sich mit ihrer Sprach- und Kulturarbeit aus Berlin zurückzuziehen. Falls, wie durchaus zu befürchten ist, Donald Trump die Präsidentschaftswahlen im November 2024 gewinnen sollte, könnten noch ganz andere gravierende Verwerfungen und Brüche auf die Agenda gesetzt werden. Angesichts dieses Szenarios ist in keiner Weise nachvollziehbar, warum das Goethe-Institut in Washington/DC geschlossen werden soll.

Von der Hauptstadt und hier nicht allein im Weißen Haus, sondern auch im Kongress, gehen alle wichtigen außen- wie innenpolitischen Entscheidungen aus. Auch kulturell spielt Washington/DC mit seinen bedeutenden Museen, mit der Library of Congress und der Dr. Martin Luther King Jr. Library in einem Baujuwel von Mies van der Rohe, mit einer lebendigen Kunst-, Film- und afroamerikanischen Kulturszene sowie mit diversen Festivals eine wichtige Rolle. Das alles sind hervorragende Anknüpfungspunkte für die Arbeit des Goethe-Instituts und für dessen Ziel, Amerikaner für die Erlernung der deutschen Sprache und die Begegnung mit der deutschen Kultur und Lebenswirklichkeit zu gewinnen. Doch auch die Brücke über den Potomac River wird jetzt abgebrochen.  

Ach ja, die Niederlande gibt es auch noch

Kathinka Dittrich van Wering, seit 1979 am Goethe-Institut in Amsterdam tätig und von 1981 bis 1986 dessen Leiterin, konnte bei ihrer Arbeit noch selbst erleben, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Niederlanden und Deutschland lange Zeit war. Die Nachwirkungen des deutschen Überfalls vom 10. Mai 1940 und der brutalen Besatzungsherrschaft bis zum 5. Mai 1945, die zur Ermordung von mehr als 100.000 Juden, zur Hinrichtung einer großen Anzahl von Widerstandskämpfern und zum Tod tausender Zivilisten im Hungerwinter 1944/45 führte, blieben stets präsent. Dass dieses prägende Bild der Deutschen, das einen unbefangenen Umgang miteinander erschwerte, allmählich durch ein gegenwartsnäheres und positives Bild ersetzt werden konnte, ist auch ein wesentliches Verdienst des Goethe-Instituts.

Nun sind die Niederlande ein relativ kleines Land, weshalb es Sinn macht, sich auf zwei Standorte des Goethe-Instituts zu konzentrieren. Daher hat man sich neben dem dominanten, auratisch strahlenden Amsterdam klugerweise auch für das moderne, weltoffene Rotterdam entschieden. Das war und ist übrigens eine aus der Verantwortung für die Vergangenheit gebotene Entscheidung, denn die bedeutende Hafenstadt wurde am 14. Mai 1940 von der deutschen Luftwaffe systematisch und nahezu vollständig zerstört. Ausgerechnet hier nun die Schotten beim Goethe-Institut dichtzumachen, belegt nicht allein Geschichtsvergessenheit, sondern auch eine Ignoranz gegenüber den Potenzialen, die sich gerade hier bieten. Denn Rotterdam, mit rund 664 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Niederlande, ist ein starker Wirtschafts- und Dienstleistungsstandort, eine vielseitige Kulturstadt und durch die Erasmus-Universität, die Musikhochschule und weitere Fachhochschulen, die Kunst- und Bauakademie ein von jungen Menschen geprägter Lebensort. Für sie wird Deutschland nach dem Ende des Goethe-Instituts zukünftig in weitere Ferne rücken. Das hinterlassene Vakuum werden andere zu füllen wissen.

Bloßes Bedauern über die anstehenden Verluste allein genügt nicht. Vielmehr sollten wir als verantwortungsbewusste Bildungs- und Kultureinrichtungen gegen den Kahlschlag bei den Goethe-Instituten in West- und Südeuropa und in den USA lautstark protestieren und zwar so, dass allen deutlich wird, was hier an tragender Substanz verlorengeht – nicht zuletzt auch für die Internationalität des Bibliothekswesens.

 

[1] S. dazu den Stenographischen Bericht der 223. Sitzung des Deutschen Bundestags vom 20. Juni 1986, S. 17259-17272: Aktuelle Stunde betr.  Haltung der Bundesregierung zu den Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Franz-Josef Strauß, zu den Goethe-Instituten und zu zeitgenössischen Schriftstellern bei seiner Kritik an der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesregierung.

[2] Nils Minkmar: Fuck you, Goethe. Europa war für Deutschland noch nie so wichtig: Deshalb sind die Pläne Annalena Baerbocks zur Schließung von neun Goethe-Instituten mehr als fatal. Ein Aufschrei, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 230 vom 6.10.2023, S. 9.

[3] Hilmar Hoffmann: Von der Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit, in: Murnau, Manila, Minsk. 50 Jahre Goethe-Institut. Hrsg. vom Goethe-Institut Inter Nationes, München 2001, S. 7-8, hier S. 7.

[4] Martin Schumacher/Joachim-Felix Leonhard: Was sich ändert, bleibt, in: 50 Jahre Goethe-Institut, S. 9-10, hier S. 10. Das folgende Zitat ebd.

[5] Das Goethe-Institut. Eine Geschichte von 1951 bis heute von Carola Lentz und Marie-Christine Gabriel, Stuttgart 2021, hier S. 221-222. Das folgende Zitat ebd., S. 222.

[6] Kulturpolitik: Ulrich Wickert kritisiert Schließung von Goethe-Instituten, in: Stern vom 11.10.2023.

[7] Jörg Bong: Baerbocks Verachtung. Die deutsch-französischen Beziehungen sind am Tiefpunkt: Auch deshalb zeugt die Schließung von Goethe-Instituten etwa in Straßburg und Bordeaux von katastrophaler Ignoranz, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 234 vom 11.10.2023, S. 9.

[8] Vgl. dazu im Einzelnen Alexander Grasse: Deutschland und Italien. Eine vernachlässigte Beziehung im Aufbruch?, Bonn 2021

[9] Marc Beise: Bella Ciao. Das dreiste Abräumen der Goethe-Institute durch Annalena Baerbock zeigt: Die Liebe der Deutschen und der Italiener zueinander ist fragiler als wir denken, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 239 vom 17.10.2023, S. 9.

Dr. Jan-Pieter Barbian (Foto: Friedhelm Krischer) ist seit 1999 Direktor der Stadtbibliothek Duis­burg und nebenberuflicher Geschäftsführer des Vereins für Literatur Duisburg sowie der Duisburger Bibliotheksstiftung. Er hat zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Kulturpolitik der NS-Zeit,  zu Film und Politik in der Weimarer Republik sowie zur Geschichte des Ruhrgebiets nach 1945 veröffentlicht. 
– Kontakt: J.Barbian@Stadt-Duisburg.de

Den Kommentar von Dr. Jan-Pieter Barbian finden Sie in der aktuellen BuB-Dezemberausgabe. Dort ist auch eine Stellungnahme des Goethe-Instituts abgedruckt. Die Leiterin des Bereichs Bibliotheken in der Zentrale des Goethe-Instituts in München, Stefanie Kastner, stellt darin die neue Strategie der Einrichtung vor: Durch Senkung der fixen Ausgaben sollen Mittel für die operative Kultur-, Sprach- und Informationsarbeit weltweit freigesetzt werden. 

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