Wie lassen sich mehr Menschen aller Generationen erreichen? Wie kann Bildung zeitlich flexibel und autonom zugänglich werden? Digitale Partizipation kann herausfordernd sein. Ziel ist es, den Zugang zu digitalen Angeboten einfach und zeitlich unabhängig zu gestalten. Das Ergebnis: mehr Sichtbarkeit, neue Zielgruppen und eine höhere Relevanz für die Bevölkerung und die Politik.
Mit vielfältigen Angeboten wird bereits erfolgreich gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen: durch Veranstaltungen, Medienvielfalt und nutzerorientierte Services. Intuitive Technologien verbinden diese Bemühungen, potenzieren so ihre Wirkung und unterstützen Bibliotheken als unverzichtbare demokratische Orte.
Digitale Angebote zugänglicher machen
Ein Beispiel dafür ist die Bibliothek Zug: Hier wurde eine Bibliothek der Dinge mit digitalen Geräten eingerichtet. Dort können unter anderen VR-Brillen, Notebooks, eReader eigenhändig ausgeliehen und zurückgegeben werden – auch während der Open-Library-Zeiten. In den beleuchteten Fächern werden die Dinge ansprechend präsentiert. Auf Wünsche der Community wird prompt reagiert: Kurzerhand wurde das Sortiment um ein Fotostativ erweitert. So bleibt der Nex.Locker bedarfsgerecht und ein echtes Highlight, das die Neugier weckt.
»Die Bibliothek der digitalen Dinge und die Open Library haben unserer Besuchsfrequenz einen echten Schub verliehen,« so Bibliotheksleiterin Jasmin Leuze. »Sie stieg in 2025 um 15 Prozent.« Die Zahl der neuen Kundinnen und Kunden und die Ausleihen erhöhten sich seit 2023 um 53 Prozent.
Nexbibs Open Library erweist sich als absolutes Erfolgskonzept. Seit 2023 wurden die Öffnungszeiten sukzessive erweitert und nahezu verdoppelt. Geöffnet ist inzwischen täglich von 7 bis 23 Uhr. Zwanzig Prozent der Besuche finden außerhalb der klassischen Zeiten statt, besonders in den Abendstunden. Pendelnden und Berufstätigen kommt dies besonders entgegen. Gleichzeitig bleibt die Zuger Altstadt auch zu später Stunde attraktiv und belebt. Die Bibliothek ist damit weit mehr als eine innovative, flexible Bildungsoase.
Großzügige Öffnungszeiten, intuitive Nutzung und inklusives Locker-Design entlasten das Team und schaffen Freiräume für Medienbildung und Veranstaltungen. Diese konnten in Zug um über 30 Prozent ausgebaut werden.
Mehr Partizipation mit der Nex.App
Auch in Basel wird Zugänglichkeit neu gedacht: Eine BibliotheksApp macht seit 2024 Services und Medien stadtweit verfügbar. Veranstaltungen, digitale Inhalte und das Bibliothekskonto sind rund um die Uhr abrufbar. In Pop-up-Bibliotheken, im Café oder Theaterfoyer stehen überdies analoge Bibliotheksangebote für alle zur Ausleihe bereit.
Mit jährlich über 900.000 Besuchen, rund 39.000 Abonnentinnen und Abonnenten und mehr als zwei Millionen Ausleihen ist die GGG Stadtbibliothek Basel ein bedeutender Ort im urbanen Leben. Die derart aktive Community erwartet eine unabhängige, intuitive Zugänglichkeit zur Bibliothek.
»Wir wollten eine App, die unseren Vorstellungen einer modernen öffentlichen Einrichtung entspricht: flexibel, ortsunabhängig und nah an den Bedürfnissen unserer Nutzenden«, so Marianne Knechtl, Leiterin der Digitalen Bibliothek und Projektkoordinatorin, zur Entscheidung für die Nex.App.
Schon innerhalb der ersten neun Monate wurde die Bibliotheksapp auf rund 6.000 Mobilgeräten installiert und über 135.000 Mal genutzt. Es gab über 158.000 Suchanfragen, mehr als 54.000 Verlängerungen und über 10.000 Vormerkungen allein via Smartphone. Damit ist die App weit mehr als ein Zusatzangebot: Sie ist integraler Bestandteil des Alltags geworden.
Digitale Nutzung ersetzt den physischen Besuch in der Bibliothek nicht: vielmehr ergänzt und intensiviert sie ihn. Neue Zielgruppen werden gewonnen. Auch Veranstaltungen gewinnen an Reichweite: Über 1.800 Events jährlich mit rund 30.000 Teilnehmenden profitieren von der mobilen Kommunikation. Die Community wächst, die Nutzung steigt und der Zugang wird praktisch 24/7 möglich.
Beide Bibliotheken zeigen, wie RFID und App digitale Teilhabe inklusiv und nachhaltig fördern. Sie ermöglichen eine selbstbestimmte, zeitlich unabhängige Nutzung, vereinfachen Prozesse, eröffnen Spielräume für Innovation und stärken die Nähe zur Community.
Auf der diesjährigen #BiblioCon26 werden Jasmin Leuze, Bibliothek Zug, und Marianne Knechtl, GGG Stadtbibliothek Basel, im #Freiraum26 weitere Einblicke in ihre Strategien gewähren: am 20. Mai 2026 von 13:00 bis 13:30 Uhr.
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