Die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Regionalportale wurden vom 27. bis 29. April 2026 im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) in Koblenz präsentiert. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Regionalportale (AG Regionalportale) traf sich dort zu ihrem jährlichen Erfahrungsaustausch.
Alle digitalen Angebote einer Region unter einem Dach zu vereinen, ist das Ziel eines Regionalportals. Mit einer Suchanfrage sind digitalisierte Quellen und Karten sowie Informationen zu Bauwerken oder Online-Biografien zu einem Ort oder einer Gegend gebündelt zu finden. Ergänzt werden die Angebote beispielsweise durch 3D-Modelle von Museumsobjekten, Videos oder virtuelle Ausstellungen.
Dabei wenden sich manche Portale an historisch oder kulturwissenschaftlich Interessierte, andere haben eher eine touristische Klientel im Blick. Für die Forschung und Wissenschaft haben sich die Portale als wichtige Quellen etabliert.
Schwerpunkte der Tagung bildeten die Vorstellung neuer Portale, Relaunches sowie der Einsatz von KI. Präsentiert wurden zudem Beispiele aus dem Gastland Rheinland-Pfalz: Neben dem traditionsreichen Portal regionalgeschichte.net des Mainzer Instituts für geschichtliche Landeskunde, wurden Apertus, der virtuelle Lesesaal der Landesarchivverwaltung, KuLaDIg Rheinland-Pfalz sowie Dilibri, das Digitalisierungsportal des Landesbibliothekszentrums vorgestellt.
»Es war uns eine besondere Freude, in diesem Jahr Gastgeber für die Tagung der AG Regionalportale zu sein«, so Hans-Günter Scheer, kommissarischer Leiter des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz.
»Wir erfüllen mit unseren Landesbibliotheken in Koblenz und Speyer einen landeskundlichen Auftrag und bewahren in den LBZ-Bibliotheken kulturelles Erbe. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen haben wir früh damit begonnen, unsere regionalkundlichen Angebote über das Internet verfügbar zu machen und gehören damit zu den Vorreitern auf diesem Gebiet.
Dazu zählen die Rheinland-Pfälzische Bibliographie (RPB), die Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD) und das Digitalisierungsportal Dilibri«, führt Scheer weiter aus. »Daher wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig und hilfreich Kooperationen und der Austausch in diesem Bereich sind.«
