Die Universitätsbibliothek Heidelberg nimmt OCLCs WMS in Betrieb

Durch die Nutzung moderner, standardisierter Schnittstellen werden Daten effizient ausgetauscht, synchronisiert und konsistent gehalten werden.
Der erfolgreiche Go-live ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den Teams der Universitätsbibliothek Heidelberg und OCLC. Foto: OCLC GmbH

Die Universitätsbibliothek Heidelberg und OCLC haben WorldShare® Management Services (WMS) erfolgreich in den Produktivbetrieb überführt. Mit insgesamt 35 Instituts- und Fakultätsbibliotheken zählt das Bibliothekssystem der Universität Heidelberg zu den größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und versorgt rund 30 000 Studierende sowie 6 500 Wissenschaftler/-innen mit Literatur und Informationsdiensten. 

Mit dem Go-live der cloudbasierten Bibliotheksservices-Plattform erreicht die Bibliothek einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung ihrer Bibliotheksinfrastruktur. 

Insbesondere die weitere Optimierung der Verwaltung elektronischer Ressourcen sowie das Ziel, Nutzer/-innen einen zentralen und einheitlichen Zugang zu den umfangreichen gedruckten und digitalen Beständen der Bibliothek zu bieten, waren ausschlaggebende Gründe für die Entscheidung zugunsten von OCLCs WMS. 

Mit WMS werden unterschiedliche Medienarten und Datenquellen auf einer gemeinsamen cloudbasierten Plattform zusammengeführt und über ein einheitliches Discovery-System recherchierbar gemacht. Dadurch werden Informationsressourcen besser vernetzt und moderne Services für Studierende, Forschende und Lehrende geschaffen. 

Als wissenschaftliche Bibliothek arbeitet die Universitätsbibliothek Heidelberg in einer komplexen Systemlandschaft mit zentralen Infrastrukturkomponenten wie dem bibliothekarischen Verbundkatalog K10plus, der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und WMS. Durch die Nutzung moderner, standardisierter Schnittstellen werden diese Systeme nahtlos miteinander verbunden, sodass Daten effizient ausgetauscht, synchronisiert und konsistent gehalten werden, ohne Medienbrüche oder manuelle Zwischenschritte. 

Das Ergebnis ist eine integrierte Systemarchitektur, die bestehende Strukturen bewahrt und gleichzeitig einen reibungslosen, zukunftssicheren Betrieb ermöglicht. 

Der erfolgreiche Go-live ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den Teams der Universitätsbibliothek Heidelberg und OCLC. Im Rahmen des Einführungsprojekts wurden Prozesse analysiert, Anforderungen umgesetzt und Funktionen weiterentwickelt, um die Plattform passgenau auf die fachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Bibliotheken abzustimmen. 

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung von WMS ein und kommen Anwenderbibliotheken unterschiedlicher Größe und Ausrichtung zugute. 

»Traditionsreiche Altbestandsbibliothek, lebendiger Lernort und Betreiber innovativer Forschungsinfrastrukturen – die UB Heidelberg vereint sehr unterschiedliche Aufgaben unter ihrem Dach. 

WMS erfüllt die Anforderungen, die sich aus dieser Vielfalt ergeben, und unterstützt uns dabei, unsere Services auch künftig auf hohem Niveau anzubieten«, so Dr. Jochen Apel, Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg.

»Der erfolgreiche Start von WMS an der Universitätsbibliothek Heidelberg ist ein wichtiger Meilenstein für alle Beteiligten. Die Bibliothek ist seit vielen Jahren ein geschätzter Partner von OCLC und bringt ihre fachliche Expertise sowie ihre Praxiserfahrung kontinuierlich in die Optimierung der Plattform im deutschen Bibliotheksmarkt ein. 

Für dieses Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich und freuen uns darauf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen«, sagte Andreas Schmidt, General Manager der OCLC GmbH. 

Die Universitätsbibliothek Heidelberg ist die älteste Universitätsbibliothek Deutschlands. Ihre Wurzeln reichen bis ins späte 14. Jahrhundert zurück. Seitdem hat sie sich zu einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes entwickelt und begleitet die Universität Heidelberg als zentrale Informations-, Forschungs- und Serviceeinrichtung. 

Heute umfasst das Bibliothekssystem der Universität Heidelberg 35 Bibliotheken, darunter die Universitätsbibliothek sowie zahlreiche dezentrale Bibliotheken, und verbindet damit historische Bestände, moderne Infrastruktur und eine breite fachliche Versorgung. 

Zum Bestand des Bibliothekssystems zählen derzeit rund 6,2 Millionen Medien, darunter 3,3 Millionen Bände in der Universitätsbibliothek und 2,9 Millionen Bände in den dezentralen Bibliotheken. Hinzu kommen rund 1,2 Millionen E-Books, 165 000 elektronische Zeitschriften sowie zahlreiche weitere digitale Ressourcen und Open-Access-Angebote. 

Mit rund 46 500 aktiven Nutzerinnen und Nutzern im Jahr 2025, etwa 568 000 Entleihungen, rund 2 Millionen Besuchen und knapp 103 Millionen Zugriffen auf die E-Bibliothek bietet die UB Heidelberg eine weit über Heidelberg und Deutschland hinaus bedeutende, international frequentierte wissenschaftliche Infrastruktur. 

Allein 98,7 Millionen dieser Zugriffe entfielen auf die über die eigenen Server im Open Access bereitgestellten Angebote. Die hohe Zugriffszahl versteht sich bei allen großen Informationsanbietern immer inklusive Crawler-Zugriffe im Rahmen von KI-Anwendungen. 

Über OCLC

OCLC ist eine gemeinnützige globale Bibliotheks-Organisation mit gemeinsam genutzten Technologiediensten sowie Forschungs- und Community-Programmen. Diese ermöglichen es Bibliotheken, Forschung, Lehre und Innovationen besser zu fördern. 

Zusammen mit OCLC erstellen und verwalten die Mitgliedsbibliotheken WorldCat, das umfassendste globale Netzwerk für Bibliotheksbestände und -dienste. Bibliotheken können mithilfe von OCLC WorldShare ihre Arbeitsabläufe effizienter gestalten – ein vollständiges Paket an Anwendungen und Services, basierend auf einer offenen, cloudbasierten Plattform. 

Durch globale Zusammenarbeit und die Weitergabe des weltweit vorhandenen Wissens können Bibliotheken den Menschen dabei helfen, die wichtigen Fragen des Lebens, der Gesellschaft und der ganzen Welt zu beantworten. Zusammen machen OCLC, Mitgliedsbibliotheken, Mitarbeiter/-innen und Partner Erfolge möglich.

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