Gemeinwohl-Bilanzierung und Bibliotheken – (wie) passt das zusammen?

Wie können Bibliotheken kontrollieren, ob sie wirklich nachhaltig handeln? Eine Gemeinwohl-Bilanzierung kann hier ein hilfreiches Instrument sein.
Wie nachhaltig arbeiten Bibliotheken eigentlich? Eine sogenannte Gemeinwohl-Bilanzierung kann hier Klarheit schaffen. Foto: magele-picture - stock.adobe.com
Wie nachhaltig arbeiten Bibliotheken eigentlich? Eine sogenannte Gemeinwohl-Bilanzierung kann hier Klarheit schaffen. Foto: magele-picture - stock.adobe.com

 

Beim Thema Nachhaltigkeit, wähnen wir Bibliotheksmenschen uns sofort auf der richtigen Seite – schließlich haben Bibliotheken das Teilen erfunden! Aber wie nachhaltig arbeiten wir eigentlich tagtäglich in unseren Bibliotheksbetrieben? Eine Gemeinwohl-Bilanz kann hier mehr Klarheit schaffen.

Bibliotheken teilen Wissen in Form von Medien, Dinge wie Mikroskope oder Nähmaschinen oder machen digitale Ressourcen zugänglich. Doch in Bibliotheken arbeiten auch nur Menschen, die im Alltag mehr oder weniger nachhaltig handeln, werden Medien oder Möbel über Lieferantinnen und Lieferanten beschafft, Dienstleistungen eingekauft, Wasser und Strom verbraucht und Kolleginnen und Kollegen mal einbezogen, mal ausgegrenzt. Mit Blick auf dieses »Backend« wähnt man sich nicht mehr zwingend auf der richtigen Seite. Also: Wie nachhaltig arbeiten wir eigentlich wirklich Tag für Tag, und zwar auch im sozioökonomischen Sinn? 

Sollte eine Bilanz nicht auch demokratische Mitwirkung einbeziehen, die Wirkung in die Stadtgesellschaft erkunden, den ökologischen Fußabdruck der neuen Lernraummöbel untersuchen oder nach den betrieblichen Anreizstrukturen für ökologisches Verhalten des Bibliothekspersonals fragen? 

Kurz: Wie können wir als Bibliotheksmenschen tagtäglich nachhaltiger werden? Mitarbeiter/-innen der SLUB Dresden und der Stadtbibliothek Berlin-Pankow stießen bei dieser Frage auf das Instrument der Gemeinwohl-Bilanzierung. 

Gemeinwohl-Ökonomie und Gemeinwohl-Bilanz: Was ist das?

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist eine zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene für ein sozial-ökologisch nachhaltiges und demokratisches Wirtschaftssystem einsetzt und dabei einen ganzheitlichen und werteorientierten Ansatz anstrebt.1 Aus Sicht der GWÖ sollte sich wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließlich am Finanzergebnis, sondern vor allem am Beitrag einer Organisation zum Gemeinwohl orientieren. Im Fokus stehen damit Wirtschaftsweisen, die das Wohl von Mensch und Mitwelt statt Wachstum und Profit als primäre Ziele betrachten. Dabei beruft sich die GWÖ auf die verfassungsrechtliche Verankerung des Gemeinwohls als oberstes Ziel des Wirtschaftens.2 Als wesentliche Bezugspunkte könne dabei das Grundgesetz und die Verfassung des Freistaates Bayern3 genannt werden: »Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.«4  



Das Herzstück der GWÖ bildet die Gemeinwohl-Bilanz. Sie lässt sich als Instrument der sozialen, ökologischen und demokratischen Organisationsentwicklung verstehen, das gleichzeitig den Beitrag einer Organisation zum Gemeinwohl sichtbar und bewertbar machen soll. Die Gemeinwohl-Bilanz orientiert sich an den Verfassungswerten Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitbestimmung, die in vielen demokratischen Verfassungen festgehalten sind. Sie stellt diese den Berührungsgruppen einer Organisation (Lieferantinnen und Lieferanten, Eigentümer/-innen und Finanzpartner/-innen, Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden sowie Mitunternehmen, gesellschaftliches Umfeld) gegenüber. Daraus entsteht die in Abbildung 1 dargestellte Gemeinwohl-Matrix mit ihren 20 Gemeinwohl-Themen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie sozial, ökologisch und demokratisch eine Organisation wirtschaftet.

Im Zuge der Gemeinwohl-Bilanzierung erstellen Organisationen zunächst einen Gemeinwohl-Bericht, in dem sie die relevanten Aktivitäten in den 20 Gemeinwohl-Themen dokumentieren. Im Anschluss wird der Gemeinwohl-Bericht durch GWÖ-Auditorinnen und -Auditoren geprüft und bewertet. Durch die Kombination von Gemeinwohl-Bericht und externem Audit entsteht die Gemeinwohl-Bilanz. Die externe Bewertung der Bilanz erfolgt anhand eines Punktesystems, das auch Negativ-Punkte beinhaltet. Diese können zustande kommen, wenn ein Unternehmen beispielsweise Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette in Kauf nimmt. Dadurch sollen schädliche Auswirkungen und Formen des »Greenwashing« sichtbar gemacht werden. Mit den Indikatoren der Gemeinwohl-Bilanz soll ein Umdenken in Organisationen gestärkt und eine kontinuierliche gemeinwohlorientierte Organisationsentwicklung gefördert werden. 

Die Vision der GWÖ sieht auch eine Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. So sollen Gemeinwohl-Bilanzen für alle Wirtschaftsakteure verbindlich werden und deren Ergebnis an Rechtsfolgen gekoppelt werden.5 Je besser das Ergebnis der Gemeinwohl-Bilanz, desto mehr Vorteile – wie zum Beispiel Steuervergünstigungen, günstigere Kreditkonditionen, Vorrang bei der öffentlichen Beschaffung und Ähnliches – soll eine Organisation vom Staat erhalten. Dadurch erhofft sich die GWÖ-Bewegung eine Hebelwirkung für eine Transformation der Wirtschaft, die gemeinwohlorientierte Organisationen und nachhaltige Formen des Wirtschaftens konsequent fördert. Bisher erstellten mehr als 1.100 Organisationen eine Gemeinwohl-Bilanz, darunter nicht nur Unternehmen, sondern auch mehr als zehn Gemeinden.6 Auch auf politischer Ebene gibt es interessante Entwicklungen: Im Jahr 2015 sprach sich der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) mit einer Mehrheit von 86 Prozent Zustimmung für eine Integration des GWÖ-Modells in den Rechtsrahmen der EU und der einzelnen Mitgliedsstaaten aus.7 

Das Projekt: Ein GWÖ-Leitfaden für Bibliotheken

Am Gemeinwohl-Beitrag von Bibliotheken zweifelte niemand aus der kleinen Runde8, die sich im Frühjahr 2022 zusammenfand. Aber einige Fragen blieben trotzdem offen. Erstens: ließe sich die inhärente (aber unsichtbare) Gemeinwohl-Orientierung der Bibliotheken mit dem Instrument der GWÖ-Bilanz sichtbar machen? Und zweitens: Wie gut schlägt sich die Bibliothek als Wirtschafts-Akteurin im bestehenden Wirtschaftssystem? Ist die Gemeinwohl-Bilanzierung ein geeignetes Instrument, um – jenseits der ökologischen Nachhaltigkeit – auch ihre soziale und ökonomische Nachhaltigkeit besser in den Blick zu nehmen?

Neugier und Forscher/-innengeist führten dazu, das Thema »GWÖ und Bibliotheken« in einem Projektseminar9 am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin im Sommersemester 2022 zu untersuchen: Lassen sich die Kriterien der GWÖ auf Bibliotheken anwenden – und was kommt dabei heraus? Auch wenn ein Semester für einen kompletten Bilanzierungsprozess nicht reicht: Eine Einstiegshilfe, ein Leitfaden für Bibliotheken, die eine Bilanzierung in Erwägung ziehen – das war ein realistisches Ziel. 



Zwölf Studierende arbeiteten an dem Projekt mit.10 Systematisch sichteten sie die Indikatoren der 20 Themenfelder der Gemeinwohl-Matrix (vgl. Abbildung 1) im Bilanzierungshandbuch11 und führten Interviews mit Mitarbeiter/-innen der beiden Projektbibliotheken, um die GWÖ-Indikatoren für Bibliotheken zu konkretisieren. Was bedeutet zum Beispiel das Thema D2 »Kooperation und Solidarität mit Mitunternehmen« im Bibliothekskontext? Wer sind überhaupt die »Mitunternehmen« der Bibliothek? Jede Frage und jeder Indikator aus dem Arbeitsbuch zur GWÖ wurde konkretisiert. Beim Thema D2 sind das zum Beispiel Fragen zu bestehenden Partnerschaften, zur Mitgliedschaft in einem Verbund oder zur Frage, ob und auf welchen Wegen die Bibliothek ihr eigenes Fachwissen (zum Beispiel Veranstaltungskonzepte oder Schulungsmaterialien) mit anderen teilt.

Es zeigte sich, dass in die GWÖ-Bilanz viele Instrumente einfließen, die eine Bibliothek ggf. bereits etabliert hat, sei es ein systematisches Partnerschaftsmanagement, eine CO2-Bilanz, Befragungen der Mitarbeiter/-innen oder Instrumente zur Partizipation der Nutzer/-innen. Klar wurde auch, dass manche Felder der Matrix für Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft kaum relevant sind (und daher schnell abgehakt werden können), zum Beispiel viele Fragen zum Umgang mit Finanzmitteln und Eigentümerschaft. Andere Themen (vor allem die Felder E1-E4) bieten dagegen viel Raum, um neben den Entwicklungsbedarfen auch den Gemeinwohl-Beitrag der Bibliothek positiv sichtbar zu machen. Als konstanter Einflussfaktor bei der Konkretisierung der Themen erwies sich die öffentliche Trägerschaft, durch die viele Bereiche – seien es die Einkommensstruktur und Mitbestimmung im Betrieb, Vergaberegelungen oder Datenschutz – zumindest generell bereits reguliert werden. Hier können die GWÖ-Fragen den Blick auf Lücken, eine unzureichende Umsetzung der Regeln oder auf Problembereiche unterhalb der rechtlich geregelten Ebene lenken.

Die Projektgruppe legte wie geplant Anfang Oktober 2022 diesen Leitfaden als »Begleitheft für Bibliotheken«12 zum »Arbeitsbuch zur Gemeinwohl-Bilanz« vor. Das Begleitheft wurde im Januar 2023 vom Verein der Gemeinwohl-Ökonomie angenommen, und ergänzt nun die offiziellen Informationen zur Gemeinwohl-Bilanzierung von Bildungseinrichtungen13 und von Gemeinden14. Es steht allen interessierten Bibliotheken frei zur Verfügung.

Überlegungen der SLUB Dresden zu einer Gemeinwohl-Bilanzierung

Für die SLUB Dresden war die Frage, ob die GWÖ-Bilanz es ihr ermöglicht, ihr bisheriges Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zu prüfen und auf dieser Basis zu einer wirklich nachhaltigeren Bibliothek beizutragen. Eine hausinterne AG stellte sich als Interviewpartnerin den Studierenden im Projekt bereit. 

Durch das Projektseminar hat sich die AG inhaltlich in die GWÖ-Thematik eingearbeitet, und mit dem fertiggestellten Begleitheft liegt nun eine perfekte Arbeitsgrundlage vor. Es könnte also direkt mit der Bilanzierung losgehen – oder? Ganz so einfach ist es nicht. Bei der Vorbereitung eines ersten Termins mit der Hausleitung standen die organisatorischen Rahmenbedingungen eines solchen Projekts im Vordergrund: Wie lange dauert die Erhebung einer Vollbilanz im Peer-Verfahren? Werden alle gegebenen Antworten auch als Teil des Berichts veröffentlicht? Diese Fragen wurden mit Vertreterinnen und Vertretern des GWÖ-Vereins aus Dresden und Berlin diskutiert. Im Projekt »Gemeinwohl-Bilanzierung an der SLUB« stellte sich bisher Folgendes heraus:

Eine Gemeinwohl-Bilanzierung mit externem Audit kostet Geld und bringt ein Label, das die Bibliothek als Ganzes schmücken würde. Die Entscheidung darüber, ob eine solche Bilanzierung angestrebt wird, kann daher nicht von einer Mitarbeiter/-innen-AG getroffen werden, sondern bedarf der Konsultation mit der Leitung der gesamten Institution. 

Intern ist zu klären: Welche Personen können sich in die Bilanzierungsarbeit einbringen, das heißt an Workshops teilnehmen, Informationen im Haus beschaffen und das Ausfüllen der Matrixfelder übernehmen? Wie viel Zeit wird die Beantwortung der einzelnen Matrixfelder und die Erstellung des Berichts einnehmen – und zwar im Projektteam und in der Verwaltung, die Daten zusammenstellen muss? 

Es muss begründet werden, warum Geld und Zeit in die Bilanzierung und nicht direkt in Nachhaltigkeitsprojekte investiert werden. Auch wenn es dafür plausible Gründe gibt, können diese berechtigten Einwände von einer extern auditierten Gemeinwohl-Bilanzierung Abstand nehmen lassen. 

Was eine Gemeinwohl-Bilanzierung so wertvoll macht, nämlich sich tatsächlich die Karten auch zu sensiblen Themen zu legen, kann sie auch erschweren. Diese Bilanzierung ist eine schonungslose und verlangt den ehrlichen Blick unter anderem auch auf die Fehler- und Arbeitskultur. Will man eine auditierte Bilanz, müssen auch Daten zu sensiblen Themen zusammengetragen werden, zum Beispiel die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden, zum Krankenstand, Betriebsunfällen, arbeitsrechtlichen Verfahren, Überstunden, oder individuellen Arbeitsmodellen (zum Beispiel Teilzeit, Jobsharing, Homeoffice). 

In der aktuellen Phase füllt das Projektteam der SLUB einzelne Matrixfelder »probeweise« aus, um ein Gefühl für den Erhebungsaufwand zu bekommen, der hinter der Beantwortung der Fragen steht. Es kristallisiert sich immer stärker heraus, dass Einschränkungen für die SLUB notwendig sein werden. Es wird zum Beispiel nicht möglich sein, alle Lieferbeziehungen des Hauses zu untersuchen. Hier kann eine Einschränkung auf bestimmte Bereiche helfen. 

Aktuell ist noch nicht absehbar, in welcher Form und wann die SLUB eine Gemeinwohl-Bilanzierung wird vorlegen können. Aber sie hat sich auf den Weg gemacht, diese Mammut-Aufgabe anzugehen.

Gemeinwohl-Bilanzierung in der Stadtbibliothek Berlin-Pankow

Die Stadtbibliothek von Berlin-Pankow nimmt ebenfalls seit mehreren Jahren das Thema Nachhaltigkeit in den Blick. Hier entstand das Interesse an der Gemeinwohl-Bilanzierung aus der Kritik an der CO2-Bilanz, die die Bibliothek im Jahr 2020 durchführte. Trotz des sehr wichtigen Blicks auf die produzierten CO2-Emissionen der Bibliothek, fielen schnell die nicht beachteten Bereiche bei dieser Art der Bilanzierung auf. So entsteht zum Beispiel bei der CO2-Bilanzierung der Eindruck, dass der Verbrauch von Wasser aufgrund eines nur sehr geringen CO2-Faktors zu vernachlässigen sei – was aufgrund der sinkenden Grundwasserspiegel sowie der zunehmenden Trockenheit ein fatales Verhalten wäre. Vor allem aber lässt eine CO2-Bilanzierung soziale Aspekte außen vor.

Vier Gruppen von Studierenden des Seminars besuchten die Bibliothek, um dort die Fragen der GWÖ an die Fachbereichsleitung sowie die Leitung der Heinrich-Böll-Bibliothek zu richten. Dabei wurde die Stadtbibliothek mit Fragestellungen konfrontiert, die in dieser Form noch nie an sie gerichtet wurden. Wichtig war den Interviewten dabei, dass sie sich als Institution selbst in die Verantwortung nahmen und die Antwort  »Das können wir nicht beeinflussen, weil das an anderen Stellen der Verwaltung des Bezirksamtes liegt«, nur sehr selten zuließen.

Nach dem Abschluss des Seminars stand für die Fachbereichsleitung fest, dass eine Bilanzierung der Stadtbibliothek Pankow nach den Fragen der GWÖ durchgeführt werden soll. Es war aber ebenso klar, dass eine Bilanzierung nur durch Drittmittel finanziert werden kann. Die Möglichkeit dafür ergab sich durch das neue Projekt »Fonds Zero« der Kulturstiftung des Bundes, das im Jahr 2022 startete und die Entwicklung und Umsetzung klimaneutraler Veranstaltungen erprobt. Die Stadtbibliothek Pankow ist Teil dieses Projektes und wird in diesem Kontext in den Jahren 2023 und 2024 eine GWÖ-Bilanzierung durchführen.

Eine erste gemeinsame Projektplanung mit Beratung des Vereins Gemeinwohl-Ökonomie Berlin-Brandenburg im Frühjahr 2023 machte deutlich, wie viele unterschiedliche Wege es gibt, eine GWÖ-Bilanzierung durchzuführen und wie unterschiedlich der Aufwand dafür sein kann: Eine GWÖ-Bilanz kann sehr intensiv und detailliert durchgeführt werden, oder eben auch erst einmal auf einer Überblicks-Ebene.

Die Stadtbibliothek Pankow wird zunächst versuchen, den deutlich aufwendigeren Weg zu gehen, und möchte die einzelnen Teams aller acht Bibliotheksstandorte bei der Beantwortung der Fragestellungen miteinbeziehen. Zudem ist die Idee, den Personalrat bei einigen Fragestellungen mit einzubinden, die dessen Aufgabengebiet betreffen, wie zum Beispiel im Bereich der Mitbestimmung am Arbeitsplatz. 

Im Grunde befindet sich die Stadtbibliothek noch in der Startphase des Projektes. Fest steht aber bereits jetzt, dass der Beginn der Bilanzierung gleichzeitig auch der Start der internen AG Nachhaltigkeit sein soll.

  1. vgl.Felber, Christian. 2012: Die Gemeinwohlökonomie. Wien, Seite 35 ff.
  2. vgl. ebd. Seite 39.
  3. Verfassung des Freistaates Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1998 (GVBI. S. 991, 992, BayRS 100-1-I), zuletzt geändert durch die Gesetze vom 11.11.2013 (GVBI. S. 638,639, 640, 641, 642), Artikel 151 [1]: »Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.« 
  4. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (BGBI. S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2017 (BGBI. I S. 2347), Artikel 14 [2]
  5. vgl. Felber 2012, Seite 39 ff.
  6. Die Berichte aller 1.143 zertifizierten Organisationen – von der Solo-Selbständigen bis zur Kommunalverwaltung – sind einsehbar unter germany.ecogood.org/tools/gemeinwohl-berichte/ (Stand: 31.05.2023)
  7. vgl. Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss 2015: 2 ff.
  8. Die Gruppe bestand aus den Autorinnen und Autoren dieses Beitrags.
  9. Ein Projektseminar ist für alle Studierenden in den Bachelor- und Masterstudiengängen des IBI obligatorisch. In den Projekten werden im Sinne des problemorientierten Lernens konkrete Arbeitsvorhaben in einem gegebenen Zeitraum (1 Semester) umgesetzt, häufig mit externen Partner/-innen. Neben fachlichen Kompetenzen üben die Studierenden dabei z.B. Projektmanagement, kooperatives Arbeiten und Selbstorganisation.
  10. Die Projektteilnehmer/-innen finden sich hier: www.ibi.hu-berlin.de/de/studium/studprojekte/leitfaden-zur-gemeinwohloekonomie-fuer-bibliotheken-2022
  11. GWÖ-Matrix-Entwicklungsteam (Hrsg) 2017: Arbeitsbuch zur Gemeinwohl-Bilanz 5.0: Vollbilanz germany.ecogood.org/wp-content/uploads/sites/8/2022/05/gwoe_arbeitsbuch_5_0_vollbilanz.pdf 
  12. germany.ecogood.org/wp-content/uploads/sites/8/2023/02/Gemeinwohl-Begleitheft-Gemeinwohl-Bilanz-Bibliotheken.pdf
  13. germany.ecogood.org/umsetzung/bildungseinrichtungen/
  14. germany.ecogood.org/umsetzung/gemeinden/ 

O.A. 2022: Begleitheft für Bibliotheken zur Gemeinwohl-Bilanz 5.0 : Vollbilanz https://germany.ecogood.org/wp-content/uploads/sites/8/2023/02/Gemeinwohl-Begleitheft-Gemeinwohl-Bilanz-Bibliotheken.pdf

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss. 2015: Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema: Die Gemeinwohl-Ökonomie: Ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell für den sozialen Zusammenhalt. ECO/378 Gemeinwohl-Ökonomie. Brüssel.

Felber, Christian. 2012: Die Gemeinwohlökonomie. Wien

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (BGBI. S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Juli 2017 (BGBI. I S. 2347)

Verfassung des Freistaates Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1998 (GVBI. S. 991, 992, BayRS 100-1-I), zuletzt geändert durch die Gesetze vom 11.11.2013 (GVBI. S. 638,639, 640, 641, 642)

Henriette Mehn – Sächsische Staats-, Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Kontakt: Henriette.Mehn@slub-dresden.de

Jens Ilg – Sächsische Staats-, Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Kontakt: Jens.Ilg@slub-dresden.de

Matthias Kasper – GWÖ-Verein Berlin-Brandenburg. Kontakt: matthias.kasper@ecogood.org

Tim Schumann – Stadtbibliothek Berlin-Pankow. Kontakt: Tim.Schumann@ba-pankow.berlin.de

Ulla Wimmer – Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Kontakt: ulla.wimmer@ibi.hu-berlin.de

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