»Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit«: Seriöse Quellen zum Ukraine-Krieg

In den Nachrichten und auf Social Media gibt es derzeit nur ein Thema: der Krieg in der Ukraine. Doch welche Informationsquellen sind seriös? Ein Überblick
Gesicherte Informationen aus Kriegs- und Krisengebieten liefern Reporterinnen und Reporter seriöser Medien. Nicht selten begeben sie sich dabei selbst in Gefahr. Foto: Rafael Ben-Ari - stock.adobe.com (Symbolfoto)

 

»Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit«. Dieses Zitat wird mal dem US-amerikanischen Politiker Hiram Johnson, mal dem britischen Dichter Rudyard Kipling und dann wieder dem antiken griechischen Dichter Aischylos zugesprochen. Zutreffend ist es aber so oder so. Die Nachrichtenlage in der Ukraine zu bewerten ist schwer. Reporterinnen und Reporter von vielen Medienhäuser weltweit berichten derzeit aus der Ukraine und auch aus Moskau. Sie müssen Fakten recherchieren und Wahres von Fake News, Gerüchten und Desinformation trennen. Auch die Journalistinnen und Journalisten aus der Ukraine selbst arbeiten weiter – unter schwierigsten Bedingungen. In Russland haben viele Menschen keinen oder nur sehr schwer Zugang zu seriösen und objektiv berichtenden Medien. Zensur und politischer Druck erschwert es den Journalistinnen und Journalisten wahrheitsgemäß zu berichten. Staatliche Medien verbreiten die Propaganda der Regierung. Viele Menschen in Russland wissen daher wenig bis nichts, was in der Ukraine derzeit passiert. Russissche Medien dürfen bspw. nicht von einem »Krieg« sprechen, stattdessen ist von einer »Spezialoperation« die Rede. Vor allem unabhängige Medien leiden in Russland stark unter der staatlichen Zensur, wie DER SPIEGEL aktuell berichtet.

Um Desinformation und Fake News entgegenzuwirken, kommt Bibliotheken auch in Deutschland eine zentrale Bedeutung zu. Sie stellen seriöse Quellen und geprüfte Fakten und Informationen für ihre Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung.

Hintergründe und Medientipps

Die Stadtbibliothek München hat eine Überblicksseite erstellt, auf der seriöse Quelle zum Ukraine-Krieg verzeichnet sind. Darunter befinden sich neben einer Auswahl an überregionalen Zeitungen und Nachrichtenportalen von TV-Sendern aus Deutschland auch unabhängige und öffentlich-rechtliche Medien aus der Ukraine, Russland und Belarus auf. Zudem listet die Stadtbibliothek München weitere Hintergrundberichte und Analysen bspw. von Expertinnen und Experten aus der Ukraine, von der deutschen Bundesregierung oder der Bundeszentrale für politische Bildung auf. Auch die Webseiten von seriösen Faktencheckern, die Fake News entlarven, sind hier zu finden. Ebenso Links zu altersgerecht aufbereitete Nachrichten für Kinder und Literatur-Empfehlungen.

Literaturempfehlungen

Aktuelle Medienempfehlungen zur Ukraine, zu Russland, zum Krieg und zur geopolitischen Lage  haben auch die Hamburger Bücherhallen und die Badische Landesbibliothek zusammengestellt. Die badische Landesbibliothek weißt zudem auf einige Datenbaken hin, die bspw. Wahlergebnisse in der Ukraine dokumentieren oder enzyklopädisches Wissen zur Ukraine bündeln.

Weitere Nachrichtenquellen

Weitere seriöse Nachrichtenmedien, die in den genannten Angeboten bislang noch nicht aufgeführt sind, sind DER SPIEGEL sowie die Nachrichtensender WELT und n-tv. Ein interessantes Faktenchecker-Portal ist der #Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks.

Wichtige internationale Medien, die über die Ukraine-Krise berichten sind die New York Times und der britische Guardian.

Social-Media-Tipp

Auch auf den Social-Media-Plattformen gibt es durchaus gute und sinnvolle Inhalte. Gut rechechierte Videos finden sich bspw. auf dem Youtube-Kanal MrWissen2Go, einem Angebot von funk, dem Online Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das sich vornehmlich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet.

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